Absage des Zofinger Pfingstmeetings sorgt für hektischen Neustart

Für einmal gibt es an Pfingsten in Zofingen keine Leichtathletik-Topcracks wie Ajla Del Ponte (Mitte) oder Salomé Kora (rechts) zu bestaunen. (Bild: Michael Wyss)
Reto Hofmann ist seit März Präsident der Meetingorganisation beim Zofinger Pfingstmeeting. (Bild: zvg)

Zum ersten Mal seit der Premiere 1975 muss das Pfingstmeeting in Zofingen abgesagt werden. Zu diesem Schritt sahen sich die Organisatoren des TV Zofingen Leichtathletik gezwungen, nachdem der Bundesrat den Lockdown wegen der Corona-Pandemie verlängert hat. «Das Pfingstmeeting ist ein Prestigeanlass. Schade, können wir für die Leichtathletik und den Verein keine Werbung machen», sagt Reto Hofmann, der im März die Nachfolge von Peter Brühlmann als Präsident der Meetingorganisation angetreten ist. Weil das in dieser speziellen Situation aber niemand könne, halte sich der Frust in Grenzen. «Ausserdem gibt es Menschen, denen es deutlich schlimmer geht», sagt Hofmann weiter.

Obwohl nun ein stattlicher Betrag in der Kasse fehlen wird, gerät der Verein nicht ins Wanken. «Wir stehen solide da», sagt Reto Hofmann. Wie gross die finanziellen Auswirkungen tatsächlich sind, hängt auch vom Ausgang der Gespräche mit den Disziplinensponsoren ab. «Wir klären momentan ab, ob wir sie für die nächsten Meetings wieder gewinnen können – sollten wir in diesem Jahr noch Anlässe durchführen dürfen», sagt Hofmann.

Denn für den 49-jährigen Küngoldinger bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer bestehen: Er hält sich eine Hintertür in Form eines Ersatzanlasses im Sommer offen. «Dazu müsste bei den Athleten ein Bedarf vorhanden sein und die Koordination der verschobenen Wettkämpfe von Swiss Athletics übernommen werden», sagt Hofmann. Vorerst wolle man aber die weiteren Entscheide des Bundesrates abwarten.

Viele schöne Erlebnisse und Feuerwehrübungen
Für Reto Hofmann ist es nach 25 Jahren im Rechnungsbüro ein hektischer Neustart beim Pfingstmeeting. «Ich hätte mir eine normale Saison gewünscht», gibt der Kapazitätsplaner, der bei den SBB für die Fahrplan-Jahresplanung zuständig ist, zu.

Peter Brühlmann geniesst derweil nach 15 Jahren an der Spitze der Meetingorganisation den Funktionärs-Ruhestand. «Ich hatte das Gefühl, dass ich das Amt lange genug ausgeübt habe», erklärt er. Neben vielen schönen Erlebnissen und den Schweizer Meisterschaften 2018 als Höhepunkt habe es auch negative Momente gegeben. «Zeitweise bestand die Meetingorganisation nur aus vier Personen. Das waren richtige Feuerwehrübungen», blickt Brühlmann zurück. Von der Bildfläche verschwinden wird er nicht. «Ich bleibe als Helfer dabei und unterstütze die Meetingorganisation, wenn sie mich braucht.»

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