Die Rothrister Jugend wünscht sich die Schule zurück

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Simone Müller (links) im Gespräch mit Jugendlichen in Rothrist. Die Jugendarbeiter suchen die Jugendlichen zurzeit aktiv auf. (Bild: zvg)

Zu den aufgrund des Corona-Virus immer noch geschlossenen Betrieben gehören auch die Jugendtreffs. Die einzige Form von offener Jugendarbeit, die aktuell noch möglich ist, ist die aufsuchende Jugendarbeit. Auch die drei Mitarbeitenden des Jugendtreffs PEGA der Jugendfachstelle Rothrist sind deshalb viel unterwegs und sprechen mit den Jugendlichen, die sie auf den Strassen antreffen oder im virtuellen Raum. Eine der Jugendarbeiterinnen ist Simone Müller. Seit Anfang April ist sie ein- bis zweimal in der Woche auf den Strassen Rothrists unterwegs. «Vielen ist langweilig und sie vermissen ihre sozialen Kontakte», sagt Müller. Während einige der Jugendlichen nach draussen gehen dürften, wie und wann sie wollten, gäbe es andere, die von den Eltern strenge Vorgaben erhielten. Oft sei dies lediglich eine Stunde pro Woche, ohne sich dabei mit anderen treffen zu dürfen. Generell habe es aber sehr wenige Jugendliche, die unterwegs seien.

Die Angst, keine Anschlusslösung zu finden

«Viele wünschen sich die Schule zurück. Nebst den sozialen Kontakten würden sie da auch Strukturen erhalten und etwas zu tun haben», erzählt Müller. Während sich diejenigen, die sonst auch nicht gern zur Schule gingen, darüber freuten, schulfrei zu haben, löse der Unterrichtsausfall bei einigen auch Sorgen aus. Müller weiss, dass sich einige Jugendliche darüber Gedanken machen, zu viel Schulstoff zu verpassen. Andere wiederum hätten Angst, keine Anschlusslösung für nach der obligatorischen Schulzeit zu finden. «Normalerweise bieten wir ein Lehrstellenbüro an, in dem wir gemeinsam mit den Jugendlichen Lehrstellen suchen und Bewerbungen schreiben», erklärt Simone Müller. Dieses Angebot finde nun per E-Mail, Skype, Facetime oder Telefon statt. «Alles in allem empfinden viele die aktuelle Situation als unbefriedigend», fügt sie an.

Bei den Gesprächen mit den Jugendlichen sei schnell klargeworden, dass nur die wenigsten Angst davor hätten, selbst krank zu werden. Viele würden sich aber fürchten, Leute in ihrem Umfeld anzustecken. Zu reden gäben unter den Jugendlichen vor allem die Auswirkungen der Krise, wie die hohe Sterblichkeitsrate oder die anfänglichen Hamsterkäufe. Immer wieder hörte Simone Müller, dass sich die Jugendlichen eine strengere Ausgangssperre wünschten – auch wenn sie dann selbst nicht mehr nach draussen könnten. «So wäre dann aber klar, dass gar niemand mehr raus kann und sich alle daran halten müssten.»

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