Musikschule Zofingen: Heimunterricht statt Jubiläumsfest

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Harfenunterricht zu Hause: Lehrerin Barbara Bättig unterrichtet ihre Schülerin über die Plattform Whereby. Bilder: zvg
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Die Vorbereitungen für die Aufführung «Der Nussknacker» haben schon vor der Pandemie angefangen.

Dieses Jahr hätte das 40-Jahr-Jubiläum der Musikschule Zofingen mit verschiedenen Veranstaltungen gross gefeiert werden sollen. Nachdem Einwohnerrat und Stimmbürger der Musikschule zugestimmt hatten, nahm die Schule im Frühjahr 1980 die Arbeit auf. Die Pandemie macht nun einen Strich durch das Jubiläumsprogramm. Das Neujahrskonzert der Stadt Zofingen gestalteten die Musikschüler mit – dieses konnte noch stattfinden. Doch bereits die Instrumentenvorstellung am 20. März für rund 250 Kinder der 1. und 2. Klasse fiel den Corona-Massnahmen zum Opfer. In der Woche danach dürfen jeweils die Unterrichtsstunden besucht und live miterlebt werden – auch das war nicht möglich. Nun findet die Instrumentenvorstellung im Internet statt. «Uns ist wichtig, dass man im Video das Instrument sieht und hört und dass das Video auch Informationen für die Kinder und ihre Eltern enthält», erklärt Musikschulleiterin Gabriela Meyer. Bei der Umsetzung hatten die Lehrer freie Hand. Und so können seit Ende der Frühlingsferien alle 27 Instrumente auf der Homepage der Musikschule erlebt werden. Auch Infos zu den Ensembles schaltet die Musikschule nun laufend auf. Damit die Kinder Zeit haben, sich durch alle Videos zu klicken, ist der Anmeldeschluss für den Instrumentalunterricht bis 8. Juni verlängert worden.

Seit zwei Jahren am Proben für Jubiläumsjahr

Doch es gibt auch Jubiläumsveranstaltungen, die nicht einfach ins Internet verlagert werden können. Die Kindermitmachoper Hänsel und Gretel beispielsweise. Diese Woche hätte sie zusammen mit einem Salonorchester von argovia philharmonics aufgeführt werden sollen. Seit einem Jahr proben die Kinderchöre Singing Kids und die Solosänger*innen der Musikschule Zofingen. «Die Oper ist nicht abgesagt, sie ist verschoben», betont Gabriela Meyer. Da sich Kinder, Eltern und Lehrpersonen auf die Aufführung freuen und zahlreiche Sponsoren einen Beitrag zum Jubiläum zugesichert haben, sollen die Veranstaltungen auf jeden Fall stattfinden. Für den Moment jedoch gibt es bis zu den Sommerferien keine Jubiläumsveranstaltungen: Kein Pop&Rock-Konzert der Bands der Musikschule, kein Konzert mit 40 Saxophonschülern, kein «Zofingen klingt» während des Biomarché. Auch die Auftritte am Kinderfest und das Zapfenstreichkonzert können nicht stattfinden. Dieses Jahr wären die aktiven Musikschüler durch ehemalige Musikschüler verstärkt worden. «Diese Idee werden wir nun am nächsten Jugendfest umsetzen», erklärt Gabriela Meyer. Und so hofft sie, dass zumindest der Schlusspunkt des Jubiläumsjahres nicht verschoben werden muss: Seit über einem Jahr proben die Kinder für das Musiktheater «Der Nussknacker», das die Musikschule im Dezember zusammen mit Schauspielern und der Ballettschule Linder im Stadtsaal Zofingen aufführen wird.

Musikunterricht von zu Hause nach zu Hause

Die vergangenen Wochen sind auch an der Musikschule Zofingen anders verlaufen als gewohnt. Die Übungszimmer und Unterrichtsräume sind aufgrund der Corona-Massnahmen leer geblieben, es war keine Flöte, kein Klavier, kein Kinderchor zu hören. Eine ungewohnte Situation für Musikschulleiterin Gabriela Meyer: «Wir erteilen nun Fernunterricht – sowohl für Instrumente als auch für Gesang.» Ein Novum. Über Whereby, die Unterrichtsplattform der Schule Zofingen, nehmen die Musiklehrer mit den Kindern zu Hause Kontakt auf. Auf dem Bildschirm sind dann beide, Lehrer und Schüler, gleichzeitig zu sehen. So können die Kinder ihre Übungsstücke vorspielen, erhalten ein Feedback vom Lehrer und können auch die vom Musiklehrer vorgespielten Verbesserungsvorschläge anhören. Lehrer und Eltern seien mit dieser Unterrichtsform zufrieden, erzählt Gabriela Meyer. Sie sieht im Fernunterricht sogar einen kleinen Vorteil: «Für das Lernen eines Instrumentes ist das Üben zu Hause besonders wichtig. Da wir nun zum Teil mehrfach pro Woche mit den Musikschülern in Kontakt stehen, ist die Motivation, zu Hause zu üben, umso grösser.» Trotzdem sind Musikschulleiterin und die Musiklehrpersonen froh, dass der Instrumentalunterricht ab nächster Woche wieder in der Musikschule stattfinden kann. (lbr)

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