Eine Maturaarbeit-Idee aus Vordemwald mit «Start-up»-Potenzial

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Andrin Fluri zeigt seine Ladestation für E-Bikes, die ihren Strom von einem Solarpanel bekommt. Bild: zvg

«Think further» hiess das diesjährige Motto des nationalen Wettbewerbs Schweizer Jugend forscht (SJF)– das sich im Corona-Jahr leider im Sinne des Wortes bewahrheitet hat. Zum ersten Mal seit 54 Jahren fand die Veranstaltung virtuell statt. Einer der Teilnehmer war Andrin Fluri aus Vordemwald. Auf Vorschlag von Mentor und Mathematiklehrer Jürg Gabathuler hat er seine an der Kantonsschule Zofingen verfasste Maturaarbeit bei SJF eingereicht.

Das Resümee der SJF-Experten: «Andrin Fluri’s Entwicklergeist ist beeindruckend. Er hat sich mit viel Engagement und Wissbegierde tief in unterschiedliche Fachrichtungen eingearbeitet, um seine nachhaltige Innovation einer Ladestation erfolgreich umzusetzen.» Prädikat: hervorragend. Ladestation? «Ja, für E-Bikes», sagt Fluri, der aus einem Elternhaus stammt, das für CO -neutrale Energiequellen affin ist. Deshalb galt es, E-Bikes mit Solarstrom zu laden. Aber nicht nur über zertifizierte Energie – sondern real ab Panel. Damit beginnen die Probleme und Hürden.

Was ist, wenn der Himmel tagelang grau bleibt? Fluri lädt mit dem Solarpanel einen stationären Akku, der als Puffer für die eigentliche Ladestation dient. Eine clevere Idee, der auf dem Weg des Stroms zum E-Bike weitere geniale Einfälle folgen. Ein wichtiger fusst auf dem Umstand, dass E-Bike-Akkus verschiedene Ladekapazitäten haben und auch für verschiedene Spannungen (Volt) konzipiert sind – ein Problem, das Fluri gelöst hat.

Nun würde es arg technisch, und dies in einer Tiefe, die Fachleute beeindruckt. Stichworte sind die Programmierung eines Micro Controllers oder die Konstruktion eines praktischen und optisch ansprechenden Gehäuses für die Komponenten.

Was kostet eine solche Ladestation? «Ohne Solarpanel sind die Teile für rund 200 Franken – die Arbeit exklusiv – zu haben», sagt Fluri. Ist er auf dem Weg zu einem Start-up, das Bausätze verkauft? Fluri lacht: Eine Frage, die im Rahmen von SJF ein Thema war. Erst denkt er allerdings an sein Studium – Elektroingenieur. Was ihm nun bevorsteht, ist die Maturaprüfung. Angst hat er vor dieser nicht, aber findet es ungerecht, dass in anderen Kantonen keine Prüfungen stattfinden und die Aargauer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten einen Mehraufwand betreiben müssen (siehe unten).

Maturaarbeit und Schweizer Jugend forscht

Maturaarbeiten sollen den wissenschaftlichen Reifegrad aufzeigen, den die Schülerin oder der Schüler während der Gymnasialzeit erreicht hat. Aufgabe ist, sich mit einem Thema eigener Wahl auseinanderzusetzen und es wissenschaftlich oder gestalterisch umzusetzen. Die Themenpalette ist fast grenzenlos. Für Leute, welche mit ausserordentlichen wissenschaftlichen Arbeiten brillieren, gibt es danach den nationalen Wettbewerb Schweizer Jugend forscht. Wer hier ausgezeichnet wird, könnte nach dem Studium das Zeug zu einer akademischen Karriere haben – oder für ein Start-up. (bkr)

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