Kritik wegen Schulstart: Alex Hürzeler erhält Rückhalt von Schulpflegen und Schulleitern

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Alex Hürzeler steht in der Kritik wegen der Strategie zur Schulöffnung. Das Bild zeigt beim Schulbeginn 2018 bei einer Klasse der Kreisschule Buchs-Aarau. © Sandra Ardizzone

Der Verband Aargauischer Lehrerinnen und Lehrer (ALV) kritisiert die Politik des Aargauer Bildungsdepartements (BKS) für die Wiederöffnung der Volksschulen aufs schärfste. Da nicht abschliessend geklärt sei, ob Kinder nicht Treiber des Coronavirus seien, sei die Öffnung nach Stundenplan und mit Ganzklassenunterricht ein Risiko für alle Beteiligten, sagt der Verband. Er fordert vom BKS unter anderem präzisere Vorgaben, wie die Schutzbestimmungen einzuhalten seien (AZ vom Donnerstag).

Doch Bildungsdirektor Alex Hürzeler und seine Politik haben unter den Schulverbänden nicht nur Gegner. Diese stehen in engem Kontakt mit dem BKS und waren in allen Phasen der Schulschliessung involviert.

Vertrauenswürdig, richtig und angemessen

Gestern Donnerstag gelangte die Vereinigung Aargauischer Schulpflegepräsidentinnen und -präsidenten (VASP) mit einer Mitteilung an die Medien. Der Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Aargau (VSLAG) nahm gegenüber seinen Mitgliedern Stellung. Beide Verbände sehen die Haltung des Lehrerverbands kritisch. «Der VASP ist überzeugt davon, dass die Schulführungen gute und umsetzbare Schutzkonzepte für die einzelnen Schulen erarbeitet haben, welche bei den Lehrpersonen das nötige Vertrauen schaffen», schreibt der VASP. Und die Schulleiter halten fest: «Aufgrund der aktuellen Debatte, die in den Medien ausgetragen wird, ist es dem Vorstand des VSLAG wichtig mitzuteilen, dass er die Beschlüsse und Weisungen des BKS zur Wiederaufnahme des Unterrichts richtig und angemessen findet.»

Die meisten Beteiligten freuten sich auf die Wiederaufnahme des Unterrichts, schreibt der VASP. Leider aber habe der Lehrerinnen- und Lehrerverband viele seiner Mitglieder stark verunsichert. «Das Ziel war wohl, die Lehrpersonen besser zu schützen, doch erreichte der ALV das Lehrpersonal noch mehr zu irritieren statt ihm den Rücken zu stärken», heisst es weiter.

Schulpflegen fordern Pragmatismus statt Polemik

«Ich weiss, dass in dieser Frage nicht alle Lehrpersonen hinter ihrem Verband stehen», sagt Colette Basler, Vizepräsidentin des VASP, auf Anfrage. Das zeigten diverse Rückmeldungen und Anfragen aus der Lehrerschaft. Grundsätzlich freuten sie sich auf die Schule und seien bereit, den Weisungen zu folgen.

«Die Wiedereröffnung muss mit dem nötigen Pragmatismus statt polemisch angegangen werden. Es ist eine neue Situation und wir wissen derzeit nicht genau, wie es ablaufen wird. Deshalb wollen wir jetzt erst einmal starten», so Basler. Niemand soll gefährdet werden, dabei helfe es aber nicht, Ängste zu schüren. Lehrerinnen und Lehrer müssten bestärkt und unterstützt werden, damit sie mit Freude und angstfrei unterrichten können.

Der VSLAG stellt zudem klar, dass es wichtig sei, die Kinder wieder in den Genuss eines geordneten Unterrichts kommen zu lassen «und dass damit auch die Eltern von den übermässigen Belastungen entbunden werden». Zielführend sei es, vor Ort Lösungen zu suchen, die den Vorgaben des Bundes und des BKS entsprechen und den grösstmöglichen Schutz der Beteiligten gewährleisten.

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