Es herrscht Planungsunsicherheit beim TC Zofingen

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Den gelben Filzball im Visier: Seit Montag dürfen die Tenniscracks (hier Svenja Ochsner) wieder auf dem Platz trainieren. (Bild: mwy)

Wer an einem Samstag im Mai oder Juni auf dem Parkplatz der Tennisanlage in Zofingen aus seinem Auto steigt, realisiert schnell, dass Interclub-Saison ist. Der feine Duft von frischen Grilladen ist unüberriechbar. Es ist eine Tradition, dass das Heimteam den Gast nach geschlagenen Schlachten zu einem ungezwungenen Miteinander einlädt, um noch einmal jede Partie Revue passieren zu lassen oder sich einfach sonst freundschaftlich miteinander zu unterhalten. In diesem Jahr müssen die jeweils mehr als 30 000 Interclub-Spielerinnen und -Spieler aber vorerst auf den Wettstreit und das gemütliche Danach verzichten. Vorausgesetzt, dass sich die Lage um das Corona-Virus bis im Spätsommer etwas normalisiert hat, wird die 109. Interclub-Meisterschaft in der Zeitspanne von Ende August bis Ende September durchgeführt.

Die Nationalliga A hält vorerst am Programm fest

Bereits seit Montag dürfen die Tenniscracks nach Wochen des Wartens wieder auf den Platz. «Man merkt erst, wie sehr einem etwas fehlt, wenn man es nicht mehr hat», erklärt Christoph Meyer, Teambetreuer der letztes Jahr in die Nationalliga A aufgestiegenen Frauenequipe des Tennisclubs Zofingen. Die höchste Spielklasse der Schweiz ist aktuell die einzige, die ihre Spiele wie geplant austragen will. Die NLA-Meisterschaft der Männer und Frauen soll am 28. Juli starten und am 8./9. August mit der Finalrunde in Winterthur enden. «An diesem Programm hält man vorerst fest», sagt Christoph Meyer, «die Verantwortlichen wollen den nächsten Bundesratsentscheid bezüglich weiterer Lockerungen von Ende Monat abwarten.»

Je länger Ungewissheit herrscht, desto schwieriger wird es für die NLA-Teams bezüglich Planung. «Ich habe mit einigen Teamverantwortlichen gesprochen», erzählt der Aarauer Christoph Meyer, «es gab sogar welche, die ganz auf die Saison verzichten wollen.» Dazu gehören die Thutstädterinnen, die sich bezüglich Budget nicht mit den ganz grossen Playern messen können, verständlicherweise nicht, denn sie brennen nach dem Aufstieg auf die erste Saison in der höchsten Liga. «Allerdings macht uns die Situation auch zu schaffen», gibt Meyer zu, «wir müssen das Team definitiv zusammenstellen, für die Unterbringung und Trainingsmöglichkeiten der Spielerinnen sorgen und schliesslich auch das Budget im Auge behalten. Für diejenigen, die ausländische Verstärkungen verpflichten wollen, ist es noch schwieriger, denn man weiss momentan ja nicht einmal, wann die Grenzen für wen und in welchem Rahmen wieder öffnen. Deshalb ist für uns klar: Bis Mitte Juni müssen wir wissen, wie es weitergeht.»

Im Hintergrund setzt man sich in Zofingen sehr wohl mit den verschiedenen möglichen Szenarien auseinander, aber die Detailplanungen sind vorerst auf Eis gelegt. Auch geht der TCZ derzeit nicht aktiv auf Sponsorensuche. «In einer solchen Ausnahmesituation haben die Unternehmen andere Sorgen», weiss Meyer.

Die Spielerinnen selbst fahren ihr Training mit Schläger und Ball nach Wochen mit Kraft- und Ausdauereinheiten wieder hoch. «Im Tennis braucht es viel Training und Matchpraxis, um wieder dieselbe Sicherheit in den Schlägen und damit dasselbe Niveau im Wettkampf zu erreichen», sagt Christoph Meyer. Wie gross die Freude ist, sich wieder richtig mit seinem geliebten Sport beschäftigen zu können, hat er bei seiner in Zürich studierenden Tochter Dominique gesehen, die auch zum Aufsteigerteam gehörte: «Sie hatte unglaublich Lust, wieder auf den Platz zu gehen.»

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