Der Polizist, dein Freund und Helfer mit Humor

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Nach einer gefühlten Ewigkeit im Lockdown gingen meine Freundin und ich am Samstagmorgen in Zofingen einen Kaffee trinken. Wir haben uns unterhalten, gelacht, unsere Getränke genossen. Ein wunderbarer Start ins Wochenende – bis zum Moment, in dem ich mich wieder ins Auto setzte und sie entdeckt habe: die Parkbusse. Geärgert hat mich vor allem, dass ich eigentlich ein Parkticket lösen und für zwei Stunden bezahlen wollte, es aber nicht geklappt hat. Der Münzschlitz war zu, die Parkdauer auf eine halbe Stunde beschränkt. 

Ich höre sie schon sagen, die Schadenfreudigen: «Sie hätten woanders parkieren sollen» – «Für etwas gibt es ein Parkhaus in Zofingen» – «Selber schuld» ... Ja-haaaa, ich weiss, sie mögen recht haben, aber es ist, wie es ist. Wenn ich in der Altstadt unterwegs bin, möchte ich auch in der Altstadt parkieren. Mit Murren und Knurren habe ich die Parkbusse genommen und auf den Beifahrersitz geschmissen –
davor übrigens noch zerknüllt.

Unterwegs in ein bekanntes schwedisches Möbelhaus habe ich meiner Cousine enerviert von der Busse erzählt. Ich war noch nicht mal ganz fertig mit der Geschichte, da erblickten wir schon aus der Ferne eine Polizeikontrolle bei der Autobahneinfahrt. «Schau mal, dein Freund und Helfer! Die nehmen dich sicher raus», sagte meine Cousine lachend. «Sei bloss still!», rief ich ihr grinsend zu und setzte einen Moment später den Blinker nach rechts ...

Unser Gelächter im Auto wurde lauter und hörte auch nicht auf, als ich die Scheibe runterliess und mich der adrette Polizist lächelnd fragte: «Was ist denn so lustig?» Vor Lachen konnte ich ihm nicht antworten. Er bat um Führerausweis und Fahrzeugpapiere und ging zum Polizeifahrzeug, um sie zu kontrollieren. Als er zurückkam, lächelte er immer noch, da konnte ich es mir nicht verkneifen: «Darf ich Ihnen die zurückgeben?» Er schaute mich verdutzt an. Ich verdrehte die Augen, grinste und sagte: «Meine Parkbusse.» Ich sah mich schon kurz vor dem Ziel, als er sie entgegennahm. Dann meinte er aber verschmitzt, die dürfe ich gerne bei der Post abgeben und gab sie mir wieder zurück.

Danach hiess es, ich könne meine Fahrt fortsetzen. Der Polizist meinte, er sorge dafür, dass ich ungehindert losfahren könne. Er hielt das herannahende Fahrzeug hinter mir an. Dann blickte er mich nochmals an und meinte grinsend: «Übrigens: Ich wollte Sie gar nicht rauswinken, sondern nur kurz anhalten, damit das Fahrzeug vor Ihnen wieder in den Verkehr einfädeln kann. Aber wenn Sie schon anhalten ...»

Sie fragen sich, was mit der zerknüllten Parkbusse ist? Die habe ich dann wirklich bei der Post abgegeben und bezahlt – und musste dabei doch ein bisschen lächeln.

 

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