Gefängniserweiterung: Deutlich teurer als budgetiert

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Einblick in die Erweiterung des Gefängnisses Grosshof in Kriens. Auf dem Bild zu sehen ist ein Blick in einen der Gänge des Zellentrakts. Bild: Pius Amrein

Obwohl das Projekt schlussendlich mehr kostete als budgetiert, liess der Kantonsrat gestern gegenüber der Regierung Milde walten, als er die Abrechnung genehmigte. Die Mehrkosten sind gemäss der Botschaft des Regierungsrats hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass der Aufwand zur Aufrechterhaltung des laufenden Gefängnisbetriebes unterschätzt worden ist. Die Mehrkosten wurden von den Architekten und den Planern erst nach dem Bauabschluss kommuniziert.

0,5 Millionen Franken der Mehrkosten konnte der Kanton auf die Planer abwälzen. Die Mehrkosten, die Luzern zu tragen hat, betragen damit 2,5 Millionen Franken. Der Vergleich mit den Planern wurde im Kantonsrat begrüsst, denn es habe damit ein weiterer Schaden verhindert werden können. Räto Camenisch (SVP) sagte, es sei richtig, dass die Mitverursacher einen Teil der Mehrkosten übernehmen müsse.

Ausschreibungspraxis wurde hinterfragt

Hanspeter Bucheli (CVP) lobte, wie auch die anderen Redner, dass die Erweiterung des Gefängnisses gelungen sei. Martin Birrer (FDP) sagte aber, die Kommunikation zwischen dem Architekten und dem Kanton habe kläglich versagt. SP und Grüne kritisierten, dass der Kanton die Erweiterung freihändig vergeben habe. Hasan Candan (SP) sagte, der Kanton habe ferner die Verantwortung und Kontrolle nur ungenügend wahrgenommen. Andreas Hofer (Grüne) sagte, Vertrauen sei gut, Kontrolle besser. Andras Özvegyi (GLP) sagte, Fehler könnten auch etwas Positives haben, nämlich dann, wenn die nötigen Lehren daraus gezogen würden. Kostenüberschreitungen könnten vorkommen, sie dürften nicht dazu führen, dass zu grosse Reserven einkalkuliert und dann andere Projekte blockiert würden. Regierungsrat Reto Wyss (CVP) sagte, der Regierungsrat habe die nötigen Lehren gezogen. Es sei angebracht, die Ausschreibungspraxis zu hinterfragen. Bei der Kostenkontrolle sei der Kanton aber auf Transparenz von Seiten der Bauleitung angewiesen.

Mit der Erweiterung wurden im Grosshof zusätzliche Zellen gebaut. Zudem wurden Voraussetzungen geschaffen, um weibliche und männliche Häftlinge besser trennen zu können. Ferner wurden Aufenthalts- und Bildungsräume realisiert. (sda)

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