Stimmbevölkerung von Sursee sagte Nein zur Therma-Überbauung

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Der Bahnhofplatz Sursee soll verkehrsberuhigt werden. Visualisierung: Architron 2020

Die Stimmberechtigten von Sursee wollen nicht, dass auf dem Areal der einstigen Therma-Ofenfabrik eine Überbauung mit einem 63 Meter hohen Hochhaus gebaut wird. Sie haben den Bebauungsplan mit
einem Nein-Stimmen-Anteil von 54 Prozent abgelehnt.

1404 Stimmberechtigte unterstützten das Projekt, 1663 lehnten es ab. Die Stimmbeteiligung betrug 43 Prozent.

Das Areal beim Bahnhof gehört den Pax-Versicherungen. Sie wollten ein Hochhaus und einen Längsbau mit 100 bis 130 Wohnungen sowie Büro- und Dienstleistungsflächen realisieren. Zur Überbauung sollte ein Park von einer Fläche von 2500 Quadratmetern gehören. 

Der Stadtrat von Sursee unterstützte das Bauvorhaben der Pax. Eine Brache verschwinde, es entstehe unmittelbar beim Bahnhof ein städtebaulich qualitätsvolles Ensemble. Das knappe Gut Boden werde hochwertig genutzt, hiess es.

Den Standort des Hoch­hauses bezeichnete der Stadtrat als ideal gewählt. Die umliegenden Gebäude mit Wohnnutzungen seien nicht von einem übermässigen Schattenwurf betroffen.

Höhere Kosten für Bus-Wendeschlaufe

Mit der Überbauung sollte auch der Bahnhofplatz umgestaltet werden. Auf dem Bahnhofplatz wird der öffentliche Verkehr priorisiert. Bis Ende 2024 soll ein neuer Bushof realisiert werden, zu dem eine auf dem Therma-Areal liegende Busschlaufe gehört.

Zwar erhält die Stadt trotz der Ablehnung des Bebauungsplans den Platz für die Wendeschlaufe. Allerdings werden deutlich höhere Kosten fällig. Beim ausgehandelten Preis waren nämlich Kompensationen eingerechnet, so hätte etwa dichter gebaut werden dürfen. Weil das nun wegfällt, müsste man einen normalen Marktpreis pro Quadratmeter bezahlen.

Gegen den Bebauungsplan waren die Grünen. Sie lehnten nicht die geplante innere Verdichtung und das Hochhaus ab, erklärten sie. Grund für ihr Nein sei vielmehr, dass es in Bahnhofsnähe weitere grosse Bauprojekte gebe. Diese sollten wegen des Mehrverkehrs in einer gemeinsamen Strategie geplant werden. Für ein Nein warb auch die IG Entwicklung Bahnhof Sursee. In ihren Augen hätten die grossen Gebäude jeden Spielraum verbaut, um das Bahnhofsgebiet später noch weiter zu entwickeln.

Der Stadtrat teilte nach der Abstimmung mit, er nehme zur Kenntnis, dass in Sursee eine gewisse Skepsis gegenüber mehr Wachstum und innerer Verdichtung bestehe. Die Pax teilte mit, sie bedaure, dass der Bebauungsplan keine Mehrheit erreicht habe. Im Abstimmungskampf sei nicht allein das Therma-Projekt im Fokus der Debatte gestanden, sondern die gesamte Entwicklung rund um den Bahnhof Sursee. Die neue Situation werde nun analysiert. Erst danach werde über weitere Schritte entschieden.

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