Gemeinsames Drumming auf dem Safenwiler Atem-Weg

Stephan Rigert (l.) und Vereinspräsident Walti Bloch beim krönenden Trommelfinale im Sodhubel. Bilder: Zaneta Hochuli
Initiantin Lisbeth Bloch hat ebenfalls sichtlich Freude.

Der Verein «Atem-Weg» lud zum vierten Male zum alljährlichen Vereinsanlass ein. Rund 70 Vereinsmitglieder und Gäste aus der Safenwiler Politik und Sponsoren folgten dieser Einladung und fanden sonntags sich im ehemaligen Werkhof in Safenwil ein. Nach diszipliniertem «Corona»-Check-in genossen die Teilnehmer einen warmen Kaffee und ein knuspriges Gipf­e­li. Vereinspräsident Walti Bloch begrüsste die Truppe: «Dieses Jahr konnten wir den international anerkannten Musiker, Perkussionisten, Event-Coach, Produzenten und Autor Stephan Rigert aus Zürich engagieren und ich bin überzeugt, dass Sie begeistert sein werden von der kraftspendenden Symbiose aus der Kombination Natur-, Bewegung-, Herz- und Atem-Rhythmus.»

Aufgrund der persönlichen veränderten Lebenssituation der Initiantin Lisbeth Bloch entstand vor vier Jahren der in der Schweiz einmalige «Atem-Weg». Zwei Wege führen durch den Safenwiler Wald. Die blaue Route von 4,2 Kilometern und die Rote mit 6,8 Kilometern Länge. Ein kurzer Aufstieg lässt die eigene Atemfrequenz spüren und zwingt die Teilnehmer, ihren eigenen Rhythmus zu finden. An zehn Posten gibt es spielerisch erklärte Experimente zum bewussten Atmen – wo man vom Alltag abschalten kann. Ferner laden eine gepflegte Feuerstelle beim Abschluss und die «Atem-Weg»-Bänkli an jedem Posten zum Verweilen ein.

Ohne musikalische Vorkenntnisse

«Dein Herz ist deine erste Trommel», sagte der innovative Pionier und Wegbereiter für Perkussionsmusik Stephan Rigert beim ersten von vier Posten, wo die Teilnehmer – ohne musikalische Vorkenntnisse – die Gelegenheit hatten, mit Händen und Füssen zu klatschen und aufzutreten. Um im Verlauf des zweistündigen Spazierganges auf vorhandenen Rhythmusinstrumenten wie Schlaghölzern, Rasseln, Glocken und Kellenringen zu experimentieren. Die Begeisterung war gross. Egal ob gross oder klein, jung oder jung-­geblieben, jeder machte mit! Mit viel Einfühlungsvermögen führte der leidenschaftliche Perkussionist die Teilnehmer spielerisch in die lebensfrohe Welt des Trommelns ein, wobei man staunte, wie viel verstecktes Rhythmus-Talent in jedem steckte.

Das Finale fand im mystischen Sodhubel statt, wo über 50 grössere Trommeln auf die Teilnehmer warteten. Vorgängig wurden zwei Info-Tafeln vom Kulturchreis Sodhubel und den Hautärzten Zofingen eingeweiht, welche die Geschichte über die Scherenburg (Ende des 12. Jahrhunderts) auf dem Scherenberg sowie den Sandsteinkünstler Hans Wiedmer erzählen.

Zum Finale fanden sich alle mit einer Trommel wieder, wobei sich Rigert freute, nach viermonatiger Zwangs-Corona-Pause ein so talentiertes Trommelorchester zu dirigieren. Und die wohlklingenden rhythmischen Trommeln hallten sicherlich bis weit ins Safenwiler Dorfzentrum. Den Nachmittag liess man bei einem rassigen Chili con Carne am Ausgangspunkt in geselliger Stimmung ausklingen.

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