Altishofer zeigt Antarktis-Expedition in neuen Bildern

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Ein Ausschnitt aus dem digitalen Panoramabild von Joël Gruben: Die angeschlagene Crew stärkt sich nach waghalsigen Bootsfahrten und Landüberquerungen in der Antarktis. Bild: zvg
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Joël Gruben im Garten seines Elternhauses in Altishofen. Bild: rzu

Mit 16 Jahren wusste er, dass er professionell Kunst machen will. Nun ist Joël Gruben 23 und hat soeben seinen Bachelor in Illustration an der Hochschule Luzern abgeschlossen. Der Altishofer
befasst sich in seiner Abschlussarbeit mit der gescheiterten Endurance-Expedition von 1914. In der Antarktis-Forschungsreise hatte eine englische Crew unter der Leitung von Sir Ernest Shackleton das Ziel, die Antarktis als Erste zu überqueren. Jedoch fror ihr Schiff fest und sank später. In abenteuerlichen Bootsfahrten und Landüberquerungen konnte sich die Crew schliesslich retten, alle überlebten. Einen Teil der dramatischen Überlebensgeschichte vermittelt Gruben in einem digitalen Panoramabild. Auf der eigens dafür eingerichteten Website kann man sich per Mausklick horizontal durch die Geschichte wischen. Seine impressionistischen Bilder rufen ambivalente Gefühle von Verlassenheit und Schönheit hervor. Auf die Expedition stiess er per Zufall – und sie liess ihn nicht mehr los. «Die Neugier teile ich mit den Abenteurern. Es muss verlockend sein, neue Gebiete zu entdecken.» Er betrete ebenfalls gerne Neuland, aber eher auf gestalterische und berufliche Weise. Für die Bachelorarbeit suchte er deshalb eine neue Herausforderung und fand sie in der technischen Umsetzung. So entschied er sich letztlich für die Webapplikation und die digitale Erzählweise.

Von grosser Wichtigkeit ist für Gruben aber auch die Landschaft. Er hat ein Faible für sie, das zeigt sich auch in seinem Portfolio. Er experimentiert gerne mit Sonneneinstrahlung und Schattenwürfen. «Das hat wohl auch mit meiner Umgebung zu tun, in der ich aufgewachsen bin», sagt er im Garten seines Elternhauses in Altishofen und macht eine Kreisbewegung mit der Hand. Für ein Projekt während des Studiums zeichnete und entwickelte er ein interaktives Programm über Jagdhunde.

Gleichzeitig ist Gruben ein Kind der Digitalisierung. Seine Kunst sei geprägt durch Videogames, Internet und Künstlern, die er darin entdeckte. «Ich mag digitales Zeichnen», sagt Gruben. Seine Bachelorarbeit erstellte er auf einem Grafiktablet. Dass die Werkschau, wo Absolventinnen und Absolventen der Luzerner Kunsthochschule jeweils ihre Abschlussarbeiten präsentieren, dieses Jahr nur digital stattfinden konnte, war für Gruben selbstredend kein Problem. Im Gegenteil: Er hofft, dass die digitale Präsenz der Werkschau künftig einen festen Platz erhält. 

Die illustrierte Geschichte finden Sie auf der Website: www.endurance.joelgruben.com

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