Altishofer sagen Ja zu zwei Jahresrechnungen und verabschieden Gemeinderatsmitglieder

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Sie wurden verabschiedet: v.l. Gemeindeammann Hans Steinmann und Sozialvorsteherin Emma Erni (beide aus Ebersecken) und der frühere Altishofer Gemeindepräsident Urs Kaufmann. (Bilder: Marc Benedetti)
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Die Gemeinde Altishofen hat am Mittwochabend ihre Gemeindeversammlung im Corona-Modus abgehalten.

Trotz Coronakrise liess es sich das Pfyfferdorf nicht nehmen, seine Gemeindeversammlung am Mittwochabend durchzuführen. 42 Bürger nahmen daran teil. Ein Corona-Schutzkonzept wurde umgesetzt. Ein Grund für die Durchführung waren die Verabschiedung von verdienten Gemeinderatsmitgliedern, die man nicht auf Ende Jahr verschieben wollte.  Es war die erste Versammlung nach der Fusion am 1. Januar 2020 und die zweite mit Einwohnern von Altishofen und Ebersecken zusammen.

Die Jahresabschlüsse 2019 der fusionierten Gemeinden wurden ein letztes Mal separat präsentiert. Beide Ergebnisse waren besser als budgetiert. Altishofen schloss mit einem Aufwandüberschuss von rund 30 000 Franken ab (488 795 Franken besser). Ebersecken schloss mit einem Minus von 142 793 Franken ab (47 550 Franken besser).

Die Investitionsrechnungen fielen ebenfalls besser aus. In Altishofen wurde ein Aufwand von 1,15 Millionen Franken budgetiert. Effektiv betrugen die Nettoinvestitionen 2019 30 642 Franken. In der Investitionsrechnung von Ebersecken wurde ein Aufwand von 228 000 Franken budgetiert. Effektiv betrugen die Nettoinvestitionen 132 063 Franken.

Die Altishofer genehmigten die Jahresrechnungen einstimmig und ohne vorgängige Diskussionen.

Darstellungsweise kritisiert

Ein Thema an der Versammlung, das einige ältere Bewohner beschäftigte, war die neue Darstellungsweise der Jahresabschlüsse nach dem System HRM2. Die Bürger kritisierten die Botschaft als weniger verständlich, zudem seien sie im Internet nicht bewandert. Details zu den Globalbudgets muss man jetzt online auf der Gemeinde-Homepage suchen – oder die Akten auf der Gemeindekanzlei studieren. Josef Szalai machte auf die Vorgaben des Kantons aufmerksam, an die sich Altishofen halte. Er räumte aber ein, dass es «komplizierter geworden ist, an spezifische Details zu gelangen als vorher». Eines dieser Details ist der Kauf der Liegenschaft Im Dorf 14, nach dessen Kaufpreis sich ein Bürger erkundigte. Er betrug laut dem Finanzvorsteher 505000 Franken. Die Gemeinde hat das Haus aus strategischen Überlegungen für spätere Bedürfnisse der Schule oder der Gemeinde erworben.

Ferner nahmen die Altishofer Kenntnis von der Gemeindestrategie 2020 bis 2030 und vom Legislaturprogramm 2020 bis 2024 des Gemeinderats. Es sieht unter anderem vor, das Schloss als Veranstaltungsort aktiver zu bewerben, kulturelle Anlässe dort zu ermöglichen und alternative Nutzungsmöglichkeit – beispielsweise ein Museum oder einen Themenweg - zu fördern.

Höhepunkt des Abends waren die Verabschiedungen. Der Gemeinderat und die Versammlung ehrte die  langjährigen Gemeinderäte Urs  Kaufmann, Gemeindepräsident von Altishofen seit dem Jahr 2000, Emma Erni-Theiler, Sozialvorsteherin von Ebersecken seit 2004, und Hans Steinmann, der als Gemeindeammann von Ebersecken amtete und 2008 sein Amt antrat. Alle drei verdienten Exekutivmitglieder sind bereits zurückgetreten. Sie wurden vom neuen Gemeindepräsidenten Thomas Roos in einer Laudation geehrt und erhielten ein Geschenk und Gutscheine für ihre Hobbies geschenkt.

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