Altbüron: Im ehemaligen Munitionsstollen soll künftig Edelmetall lagern

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In diesem ehemaligen Munitionsstollen der Armee will die Metal Depot Zurich AG künftig Edelmetalle lagern. Bild: Ronnie Zumbühl
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In der 1955 erbauten Anlage befinden sich drei grosse Kammern mit einer Nutzfläche von rund 1137 Quadratmetern. Bild: Archiv

Der ehemalige Munitionsstollen auf dem Grenzgebiet zwischen Altbüron und Roggliswil steht schon lange Zeit still. Weil die Armee keinen Verwendungszweck mehr sieht, will sie ihre Anlage seit vielen Jahren veräussern. Das ist aber nicht so einfach: Eine zivile Nachnutzung und somit ein Verkauf ist aufgrund der zonenplanerischen Auflagen vielfach nicht möglich. Zwei Verkaufsabschlüsse scheiterten bereits an den behördlichen Auflagen. Der Stollen mit einer Nutzfläche von rund 1137 Quadratmetern landete immer wieder auf dem Immobilienmarkt. 

Und nun kommt es wohl doch zu einem Verkauf. Seit Montag liegt auf der Verwaltung in Altbüron das Baugesuch für eine Umnutzung der Anlage auf. Der Kanton Luzern hat das Vorprojekt bewilligt. Als Bauherrschaft und Projektverfasserin ist die Metal Depot Zurich AG aus Birrwil AG aufgeführt. Das Unternehmen ist auf die zollfreie Lagerung von Industrie-Metall spezialisiert. Geschäftsführer Roger Burri sagt auf Anfrage, dass das Unternehmen in diesem ehemaligen Munitionsstollen künftig Metall von hohem Wert wie Nickel, Kupfer oder Edelmetalle einlagern möchte. Eine weitere Option sei die Lagerung von Kunstgegenständen aus Metall. Die Kammern seien belüftet und aufgrund des Ausbaustandards trocken. «Ein perfekter Ort für uns. Bunkeranlagen sind für uns sehr geeignet. Und es ist alles sehr gut eingerichtet dort», sagt Burri. Bezüglich Verkehr sagt er: «Um das Lager aufzufüllen, wird wohl täglich ein Lastwagen anfahren.» Später verkehrten höchstens zwei bis drei Lieferwagen pro Tag. 

«Schön, dass Anlage Wiederverwendung findet» 

Die Metal Depot Zurich AG hat bereits im Kanton Aargau ein grosses Lager. «Diese Lagerkapazitäten reichen aber nicht mehr aus», sagt Burri. Der Stollen ist die erste militärische Anlage der Firma. Anderthalb Jahre dauerten die Vorbereitungen. Wenn die Bewilligung da ist, kommt es zum Verkaufsabschluss. Insgesamt investiere das Unternehmen rund eine Million Franken, sagt Burri. 

In der 1955 erbauten unterirdischen Anlage, die aus drei Kammern besteht, sind keine baulichen Veränderungen vorgesehen. Burri muss zur Umnutzung jedoch für eine Notbeleuchtung und für Fluchtwege sorgen. Da der Stollen in der Waldzone liegt und für militärische Anlagen spezifische Anforderungen gelten, darf im Stollen zum Beispiel auch niemand arbeiten. Zwei Projekte scheiterten bereits an den hohen Auflagen. Ein Rechenzentrum durfte aufgrund der Abwärme nicht realisiert werden. Interesse an der Anlage bekundete vor Jahren auch das regionale historisch-waffentechnische Armeemuseum in Willisau. 

Arbeitsplätze schaffe er zwar keine, sagt Burri, aber immerhin habe er den Gemeinden Roggliswil und Altbüron Steuerausscheidungen versprochen. Auf Anfrage resümiert der Gemeindepräsident von Altbüron: «Es ist schön, dass eine stillgelegte Anlage eine Wiederverwendung findet.» 

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