Zoo Rothenburg: Tonis Kamele sind wieder glücklich

Seit der Wiederöffnung herrscht in Toni’s Zoo wieder emsiger Betrieb. Toni Röösli und Göttibueb Jamie füttern die Trampeltiere. (Bilder: Ronnie Zumbühl)
Die Maras rennen auf ihrer neuen Aussenanlage.
Der Gepard ruht sich ein wenig aus.

Sie sind ein wenig orientierungslos. Die Maras – auch bekannt als Pampashasen aus Argentinien – rennen im Gehege von «Toni’s Zoo» Rothenburg hin und her. Zoo-Inhaber Toni Röösli und sein Göttibueb locken die Tiere mit Schnalzgeräuschen nach draussen. Bis schliesslich auch der letzte Pampashase begreift, dass die Gehege-Tür offen ist. Die Maras sind damit offiziell in der neu erstellten Anlage eingezogen und hüpfen auf der Wiese herum. Auch Röösli freut sich über die Einweihung. Seit der Wiedereröffnung des einzigen Klein-Zoos im Kanton Luzern am 6. Juni herrsche sowieso gute Stimmung im Zoo. «Am ersten Wochenende war ein grosses Tohuwabohu. Ich konnte fast nicht in Ruhe ein Schnitzel essen.» 

Den Lockdown nutzte der Zoo für Investitionen 

Toni Röösli blickt auf eine schwierige Zeit zurück. Der Lockdown sorgte für für ein Loch in der Kasse. Rund 400 000 Franken an Einnahmen fehlen, weil der Zoo fast drei Monate geschlossen war. «Ich will aber nicht jammern», sagt Röösli, «die Zeit war für alle schwer. Und wir konnten uns die letzten Jahre, die sehr erfolgreich waren, ein finanzielles Polster erarbeiten.» Erbarmen hatte er während der Corona-Zeit mit den Tieren. «Sie hatten zu wenig Unterhaltung. Die Tiere sind sich an Menschen gewöhnt, ohne Besucherinnen und Besucher sind sie fast ein wenig apathisch geworden. Der Leopard ‹Pädy›, die Affen und die Kamele war unzufrieden – das habe ich gemerkt.» Ans Aufgeben dachte er aber nie. Im Gegenteil: Die Zeit des Lockdowns nutzte er zusammen mit seinem Team, um den Zoo zu renovieren. «Wir erstellten neue Stallungen, Aussenanlagen und einen neuen Rundweg.» Bis auf die Angestellten im Sekretariat und an der Kasse, die auf Kurzarbeit waren, habe er damit die zehn Tierpflegerinnen und -pfleger beschäftigen können.  

Angefangen hatte Toni Röösli 2001 mit einem Esel, ein paar Geissen und Pagageien. Die Pflege der Tiere war sein Hobby, sein Beruf das Gärtnern. Auf dem Zoo-Gelände stand damals unter anderem noch eine Baumschule, die er als Inhaber unterhielt. 1995 absolvierte er dann eine Ausbildung zum Tierpfleger, 1998 bildete er sich zum Wildtierpfleger weiter. Und ab 2001 machte er das Hobby zum Beruf. Röösli ist nach wie vor voller Tatendrang. Mit seinen 71 Jahren möchte er trotzdem langsam kürzertreten. Die Nachfolgelösung sei schon weit fortgeschritten. 

Eine Zukunfts-Vision hat der Zoo-Besitzer trotzdem noch: Er möchte den Zoo mit einer Anlage mit ausschliesslich einheimischen Tierarten ergänzen – unter anderem aus pädagogischen Gründen. «Ich habe zum Beispiel schon einige Male Kinder erlebt, die auf einen Rotfuchs zeigen und sagen: guck’, ein Löwe. Das finde ich bedenklich.» Mittelfristig setzt er aber weiterhin auf exotische Tiere. Zu den hüpfenden Maras werden sich nämlich schon bald Kangaroos gesellen, die Röösli einem Züchter in der Schweiz abgekauft hat. 

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