Reiden rüstet sich für Katastrophenfälle

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Bruno Aecherli und Bettina Hübscher (v. l.) präsentierten den Sicherheitsbericht der Gemeinde Reiden. Rechts Vinzenz Graf, Stabschef Kantonaler Führungsstab (und Feuerwehrinspektor). Bild: Marc Benedetti

Unwetter, Wassermangel, ein Amoklauf oder ein Störfall im AKW Gösgen: Reiden bereitet sich präventiv auf alle möglichen Gefahrensituationen vor. Die Gemeinde hat dafür als erste ländliche Gemeinde im Kanton Luzern einen umfassenden Sicherheitsbericht erarbeitet (wir berichteten am 16. Juli). Ansonsten kennt das bisher nur die Stadt Luzern. Es geht darum, für Katastrophen vorbereitet zu sein und die Bevölkerung im Notfall schützen zu können. 

Gestern stellten der Chef Bevölkerungsschutz, Bruno Aecherli, und Bettina Hübscher, Leiterin der Abteilung Gesellschaft und Gesundheit bei der Gemeinde, den Bericht offiziell vor. Sie haben ihn zusammen mit vielen Fachleuten erarbeitet. Zudem flossen Teilergebnisse der Bevölkerungsbefragung ein. 

«Wir wollen bei Notlagen agieren und nicht nur reagieren», sagte Gemeinderat Aecherli (IG Reiden). Es gehe darum, die Sicherheit aber auch die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen. Der ebenfalls anwesende Stabschef des kantonalen Führungsstabs, Vinzenz Graf, lobte Reiden für die Grundlagenarbeit. «Ich muss der Gemeinde ein Kompliment machen für diese hervorragende Arbeit.» Grundsätzlich seien die Gemeinden zuständig für die Sicherheit in ihrem Gebiet, erklärte er. Bei Katastrophen unterstützten sie Kanton und Bund, wie die Corona-Krise gezeigt habe. 

Corona hat ein Umdenken im Gemeinderat bewirkt 

Die Corona-Krise sei nicht der Grund für die Analyse gewesen, sagte Bettina Hübscher. Man habe bereits letzten Herbst mit der Arbeit begonnen. «Doch Corona hat ein Umdenken im Gemeinderat bewirkt», sagte sie. Der Sicherheitsbericht sei nun abgestützt in der Exekutive. «Das war nicht immer so.» Bisher fehlende Strukturen sollen jetzt aufgebaut werden. Man müsse in Reiden vor allem Naturereignisse wie Unwetter, Trockenheit und die Waldbrandgefahr als Gefahren im Auge behalten, sagte Hübscher. Bei Wassermangel könnten hunderte von Schweinen in den Mastbetrieben der Region sterben, ergänzte Aecherli. Deshalb soll die Bevölkerung für den sparsamen Umgang mit Wasser während den Hitzewellen sensibilisiert werden. 

Aus der Gefahrenanalyse sind insgesamt 45 Massnahmen abgeleitet worden, die von 2020 bis 2026 umgesetzt werden sollen. Eine bessere Strassenbeleuchtung nachts ist zum Beispiel ein Bedürfnis der Bevölkerung. Es sind Info-Kampagnen mit den Namen «Reiden sicher» und «Reiden glänzt» (Abfall) geplant. Der Gemeindeführungsstab, der für die Corona-Krise ins Leben gerufen wurde, wird beibehalten. Zudem soll rasch eine neue Stelle Chef/Chefin Bevölkerungsschutz geschaffen werden. Bisher erfüllte mit Bruno Aecherli ein Mitglied des Gemeinderats diese Funktion. Doch seine Amtszeit endet bald. Neu soll eine externe Person den Bevölkerungsschutz leiten. Die Stellvertretung wird ein Mitglied des Gemeinderats wahrnehmen. Er habe einen Arbeitsaufwand von rund 100 Stunden im Jahr gehabt, sagte Aecherli. Zur finanziellen Frage meinte der Gemeinderat: «Es wird nur eine kleine Stelle sein, welche wie die Feuerwehr mit rund 6000 Franken im Jahr entschädigt wird.» 

Der Sicherheitsbericht 2020 ist online auf www.reiden.ch aufgeschaltet.

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