Ohne Phone und doch smart

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Marco Nuetzi

Fast jede und jeder hat mindestens eines in der Hosentasche. Dass es Ausnahmen gibt, erlebte ich in meiner Familie. Mein Vater weigerte sich lange, ein Smartphone zu kaufen. «Ein Handy muss nur telefonieren können», sagte er stets. So blieb er bei seinem uralten Nokia. Als er sich dann doch endlich dazu entschied, ein Smartphone zu kaufen, entdeckte er nach und nach die vielen Vorteile. Das Smartphone, übersetzt schlaues Telefon, hilft dem Menschen in vielen Alltagssituationen. Er kann damit qualitativ ansprechende Fotos machen, googeln, öV-Fahrpläne lesen, die aktuelle Wetterlage checken oder es als Navigationssystem verwenden. Das funktioniert auch im Ausland einwandfrei. Vorausgesetzt, man hat eine funktionierende Internetverbindung und genügend Akku. 

Und damit wären wir schon bei unserem Problem in den Ferien in Tel Aviv. Zum Programm gehörte auch ein Ausflug ans Tote Meer und ein kurzer Besuch in Israels Hauptstadt Jerusalem. Wir nahmen am Morgen den Bus ans Tote Meer und auch der Zwischenstopp in Jerusalem bei der Rückreise verlief wie geplant. Mit der Besichtigung der Klagemauer begannen aber die Scherereien. Weil wir so viel fotografierten und navigierten, neigte sich der Akku seinem Ende entgegen. Auf dem Weg Richtung Bahnhof kamen wir nicht mehr weit. Weil die Navigationsfunktion extrem viel Batterie braucht, standen wir in einer fremden Stadt plötzlich ohne Akku da. Die Busfahrpläne konnten wir nicht lesen, weil sie in Hebräisch angeschrieben sind. So blieb uns nichts anderes übrig, als uns durchzufragen und so doch noch an den Busbahnhof der Hauptstadt zu gelangen. Das grösste Problem stand uns jedoch erst bevor. Als wir in Tel Aviv ausstiegen, wussten wir nicht, wo sich unser Airbnb befindet. Die Adresse hatten mein Kollege und ich beide auf dem Smartphone gespeichert. Glücklicherweise endete der Abend schliesslich doch noch mit einem Erfolgserlebnis – weil sich unser Ziel in der Nähe einer Sehenswürdigkeit, die direkt am Meer liegt, befand. So mussten wir «nur» das Meer und dann das farbige Haus finden. Von da an wussten wir ungefähr, in welche Richtung wir uns begeben müssen. Auf dem Weg erkannten wir einige Gebäude und fanden schliesslich auch unser Airbnb. 

Das Smartphone hilft dem Menschen in vielen Alltagssituationen und ich bin oft froh, eines zu haben. Fällt es aber mal aus, kann man sich meistens auf die eigene Intelligenz verlassen. Dort hat man auch selten das Problem, dass der Akku leer ist oder eine Internetverbindung fehlt. 

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