«Verschärfte Situation»: BAG will Maskenobligatorium in Geschäften – Kantone zögern noch

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Im Kanton Waadt gilt bereits eine Maskenpflicht in den Läden. © Benjamin Weinmann / Aargauer Zeitung

Das Coronavirus ist sich in der Schweiz wieder am Ausbreiten. 220 bestätigte Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstagmittag.

Das ist der höchste Wert seit dem 23. April. «Die Situation verschärft sich, sie ist ernst», warnte BAG-Direktor Pascal Strupler gestern Nachmittag vor den Medien. Die im Vergleich zu Mitte Juni verfünffachten wöchentlichen Fallzahlen bedeuteten eine «epidemiologische Trendwende».

Kurz vor dem Nationalfeiertag kommunizierte die Bundesverwaltung in deutlich alarmierenderem Tonfall als noch in den vergangenen Wochen. Struplers Anwesenheit war Ausdruck der neuen Ernsthaftigkeit: Bisher überliess der Amtsdirektor die Medienauftritte meistens seinen Abteilungsleitern. Struplers zentrale Botschaft: «Wir müssen jetzt handeln und einen Gang höher schalten».

Die Pandemie könne nur unter Kontrolle gebracht werden, wenn sich die Bevölkerung solidarisch mit Mitmenschen und Risikopersonen zeige und erinnerte an die wichtigsten Verhaltens- und Hygieneregeln: Regelmässiges Händewaschen, Niesen und Husten in die Armbeuge, Abstand halten, wo dies nicht möglich ist eine Maske tragen. «Das Virus macht keine Ferien, es ist weiterhin unter uns».

BAG will Maskenobligatorium in Läden

Doch Strupler nahm auch Politik und Behörden in die Pflicht. Seine Worte richteten sich unüberhörbar an die Kantone. Sie tragen seit dem Übergang von der ausserordentlichen in die besondere Lage am 19. Juni die Hauptverantwortung im Kampf gegen Covid-19.

Die jüngsten Fallzahlen zeigten, dass es bei den Massnahmen Handlungsbedarf gebe. Derzeit gelten in einzelnen Bereichen je nach Kanton unterschiedlich strenge Regeln, etwa bei der Anzahl Besuchern in Clubs oder dem Maskenobligatorium in Einkaufsläden.

BAG-Direktor Pascal Strupler nimmt die Kantone in die Pflicht.

BAG-Direktor Pascal Strupler nimmt die Kantone in die Pflicht.

© Keystone / Anthony Anex

Dem BAG missfällt dieser Flickenteppich offenbar. Angesichts der ernsten Lage» müssten die Verhaltensregeln für die Bevölkerung «möglichst einheitlich, verständlich und widerspruchsfrei» sein, so Strupler: «Wir sind der Meinung, dass die Kantone ihre Massnahmen in gewissen Bereichen harmonisieren sollten.»

Dies habe er in Absprache mit Bundesrat Alain Berset am Donnerstagvormittag dem Vorstand der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) mitgeteilt. Konkret bittet das BAG, einheitliche Regelungen in folgenden Bereichen zu prüfen:

  • Maskenobligatorium in Läden und öffentlich zugänglichen Innenräumen.
  • Obligatorische Registrierung und Überprüfung von Kontaktdaten bin Restaurants, Bars und Clubs.
  • Maximale Besucheranzahl von 100 Personen in Ausgehlokalen.

Angesichts der Fallzahlen wolle man die Kantone aufrütteln, so Strupler. Der ebenfalls anwesende Präsident der Vereinigung der Kantonsärzte, erwiderte : «Wir sind nicht am Schlafen». Strupler entschuldigte sich in der Folge für seine «semantische Überzeichnung».

Kantone: Grossveranstaltungen bis Ende Jahr verbieten

Die GDK betonte hingegen in einem Communiqué, die unterschiedlichen kantonalen Regeln hätten bisher nicht für Probleme gesorgt und zog eine «positive Bilanz» nach sechs Wochen in der besonderen Lage». GDK-Generalsekretär Michael Jordi betont auf Anfrage, Massnahmen müssten bei der Bevölkerung auf Akzeptanz stossen. «Und da macht es einen grossen Unterschied, ob man in einem Kanton viele Ansteckungen hat oder keine.»

Sollten die Fallzahlen auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben, stehe eine Maskenpflicht in Verkaufsgeschäften aber «sicher zuoberst auf der Liste». Ähnlich tönt es bei den Gesundheitsdirektionen der Kantone Bern und Zürich.

Aus dem Umfeld der Kantone heisst es, aktuell sei keine Vereinheitlichung der Massnahmen geplant. Doch bei anhaltend hohen Fallzahlen könnte das nächste Woche schon wieder anders aussehen.

Für Irritation bei den kantonalen Gesundheitsdirektoren sorgte gestern die Tatsache, dass Gesundheitsminister Berset nicht persönlich an der Sitzung teilgenommen hat. Die GDK ihrerseits stellt ebenfalls eine Forderung: Der Bundesrat solle das Verbot von Veranstaltungen mit über 1000 Personen bis Ende Jahr verlängern

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

@Kurt

B. Hofer
schrieb am 02.08.2020 16:21
Hallo Herr Kurt. Eine «Fehde» sieht doch etwas anders aus - oder nicht? Ich finde es super, wenn Sie Herr Bühler und seine «Freunde» in einem positiven Zusammenhang kennen. Ich habe eigentlich nur eine Frage an Sie: sind Sie evtl. in die gleiche Schule gegangen wie er? Ihre «Schreibweise» ist identisch mit seiner. Sind Sie vielleicht seine rechte Hand - oder vielleicht sein Bruder? Nein, wir wissen beide genau wer Sie sind! Sie treiben ein Spiel, das an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist - stellen sogar noch einen «sozialen Aspekt» in den Mittelpunkt um «Mitleid» zu erregen! Absolut unterste Schublade - imfau!;-)
P.S. Und überlassen Sie das ruhig mir, wen ich kennenlernen will und wen nicht!

Heiligenschein

Kempi
schrieb am 01.08.2020 16:55
Hoppla, der Kurt stellt uns den Bühler und seine Frau als Halbheilige vor. Super, dann passt ja sein missionarischer Eifer bezüglich Coronakrise bestens ins Bild. Übrigens, B.Hofer's Kommentare sind keine Diskreditierung von Knorrli und Co. - sie machen die hiesige Postlandschaft nur etwas entspannter und witziger.

Vgl mit anderen Online-Zeitungen

A. Jost
schrieb am 01.08.2020 14:42
Die Kommentare hier sind zumindest unterhaltsam. Im Vergleich mit Blick Online-Kommentaren absolut harmlos und zwischendurch auch was zum Artikel aussagend ;-)

Atemschutzmaske

Mona Lalisa
schrieb am 01.08.2020 04:40
Es wird höchste Zeit dass wir anfangen Masken zu tragen beim Einkaufen , in Post und Bank , einfach überall in Geschlossenen Räumen auch wenn der Abstand zwischen den Menschen stimmt . Was Österreich und Deutschland können , sollten die Schweizer auch können ! Denkt an Eure Mitmenschen und zeigt Euch solidarisch !

B.Hofer

Kurt
schrieb am 31.07.2020 11:52
Ich will mich ja nicht in Ihre offensichtliche Fehde mit Herr Bühler einmischen. Ich kann Ihnen aber versichern das er kein Gespenst ist. Vor einiger Zeit habe ich ihn als Vertreter eines Vereins kennenlernen dürfen. Er ist in diesem Verein, welcher zum Ziel hat die Armut in der Schweiz zu bekämpfen, mit seiner Frau zusammen sehr aktiv. Frau Bühler war sogar zu diesem Thema im Club zu sehen. Ich habe einige Ihrer Kommentare gelesen. Wie Sie versuchen ihn zu Diskreditieren kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein. Die Art und Weise ist einer normalen Diskussion nicht würdig. Sie entbehrt jeder Grundlage und sofern Sie ihn nicht kennen sollten. Muss ich Ihnen sagen es würde sich lohnen ihn kennen zu lernen.

Stimmt Herr/ Frau Hafer

Ueli Bühler
schrieb am 31.07.2020 10:53
Ich habe ein Zeugnis von meinem Arzt. Aus Medizinischen Gründen kann mir das Masken tragen nicht zugemutet werden!

@ Hafer

B. Hofer
schrieb am 31.07.2020 10:47
Es gibt in der Region genau EIN Gespenst, aber das hat viele Namen, wenn Sie wissen was wir meinen…!;-)
P.S. Nur ein bisschen «Bühlerlockstoff» und die Fliegen kleben wieder süchtig an der Flasche!

Erlebnis

Hafer
schrieb am 31.07.2020 10:28
Ja, ein Horrorerlebnis. Ringsum Maskengespenster, toll. B.Hofer, geniessen Sie dann Ihr tolles Erlebnis, ich kenne schönere.

knorrli@home

B. Hofer
schrieb am 31.07.2020 10:03
Schon bald wird das Einkaufen wieder zu einem Erlebnis, da nicht an jeder Ecke mit Corona-Rebellen zu rechnen ist. So unter dem Motto: «Knorrli bleibt zu.Hause - Knorrli trägt Maske. Nicht» - imfau!;-)
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