Bei Zweierpulten wird die Abstandsregel hinfällig: Schulen tüfteln an der Umsetzung der neuen Maskenpflicht

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Symbolbild (Alex Spichale)

In den letzten Tagen der Sommerferien sind die Leitungsgremien der Aargauer Gymnasien, Berufsschulen und Höheren Fachhochschulen vor allem damit beschäftigt, die vom Kanton am Mittwoch erlassene Maskenpflicht realitätstauglich zu machen. Je nach Platzverhältnissen gilt in Klassenzimmern die Maskenpflicht oder nicht. An der Kantonsschule Baden zum Beispiel ist gemäss Rektor bei der Mehrheit der Klassenzimmern eine nötig.

Auch an der Alten Kantonsschule Aarau wird das Maskenobligatorium im Schulzimmer die meisten Schüler betreffen, erklärt Rektor Andreas Hunziker. Die kleinen Räume bieten zu wenig Platz, damit in den zumeist grossen Klassen pro Person 2,25 Quadratmeter zur Verfügung stehen, so wie es die Weisung des Bildungsdepartementes verlangt. «Eine flächendeckende Maskenpflicht ist allerdings nicht vorgesehen», so Hunziker, auch nicht in den Gängen und dem Schulhof.

An der Kantonsschule Wohlen wird die Maske gemäss Rektor Matthias Angst nicht nur obligatorisch, sobald die maximal erlaubte Personenanzahl in einem Raum überschritten wird, sondern auch dann, wenn zwei Schüler am selben Pult sitzen. Eine Maskenpflicht wird ausserdem im Labor, auf den Toiletten und bei Gruppenarbeiten eingeführt. «Wir empfehlen allen, generell eine Maske zu tragen», so der Rektor.

Mittagessen im Klassenzimmer oder ganz ausserhalb der Schule

Eine fast flächendeckende Maskenpflicht im ganzen Schulgebäude wird hingegen am Berufsbildungszentrum Freiamt in Wohlen gelten, sagt Schulleiter Philippe Elsener. Weil Schülerinnen und Schüler an Zweierpulten sitzen, können die Abstandsregeln auch bei grösseren Zimmern nicht eingehalten werden. Dasselbe gelte für Gänge und die Mensa. «Einzig zwei Klassen mit wenig Schülern, die sich jeweils allein an ein Pult setzen können, sind im Schulzimmer von der Tragepflicht ausgenommen», präzisiert Elsener. Im Aussenbereich und in den Garderoben dürfen sich die Schüler ebenfalls ohne Maske aufhalten. Um Ansteckungen zu verhindern, hat die Schulleitung weitere Massnahmen beschlossen: So bleibt jede Klasse immer im selben Schulzimmer, wo den Schülern ein fixer Platz zugeteilt wird. Das Mittagessen muss entweder im Klassenzimmer oder ausserhalb der Schule eingenommen werden.

 

In der Regel keine Maskenpflicht vorgesehen hat das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg in Gränichen. «Wir haben sogar in den kleinsten Räumen genügend Platz, damit unsere Berufsschüler allein an einem Zweierpult sitzen können», sagt Direktor Hansruedi Häfliger. Bei Übungen und Gruppenarbeiten, in denen der Abstand nicht eingehalten werden könne, müsse natürlich eine Maske getragen werden. Auch ausserhalb der Schulzimmer sei kein Maskenobligatorium vorgesehen. Es sei allerdings «denkbar, dass eine gestaffelte Mittagsverpflegung eingeführt wird», so Häfliger. (mfl)

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