Wohin fliessen unsere Steuerfranken auf Gemeindeebene?

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Die Scheune rechts im Bild gehört zum Verwaltungsvermögen der Stadt Zofingen. Mietertrag? Die Regionalpolizei nutzt sie als Depot für Signalisationstafeln und Absperrmaterial. (Bild: bkr)

Grösste Ausgabenposten einer Aargauer Gemeinde sind – die Investitionen ausgeblendet – der Bildungsbereich und die soziale Wohlfahrt, gefolgt von den Kosten der allgemeinen Verwaltung. Während sich die ersten beiden Kostenstellen kaum beeinflussen lassen, gilt dies für die Verwaltung nur bedingt.

Grosse Gemeinde – kleine Verwaltungskosten?

Eine Binsenwahrheit lautet hier: Je grösser, je einwohnerreicher eine Gemeinde ist, desto günstiger fallen die Verwaltungskosten aus. Dividiert man die Nettokosten (die allgemeine Verwaltung erzielt auch Einnahmen) der Stadt Zofingen durch die Einwohnerzahl von 11'834, ergibt sich ein Pro-Kopf-Betrag von 369 Franken. Für Oftringen (14'096 Einwohner) ergibt die Rechnung 265 Franken, für Wiliberg mit seinen 163 Einwohnern 993 Franken.

«Diese Berechnungen sind leider nur in der Theorie gültig», sagt Christian Glur. Er ist Leiter Finanzen und Controlling der Stadt Zofingen. Ein Grund dafür sind die Kosten der Verwaltungsliegenschaften. Von diesen besitzt Zofingen überdurchschnittlich viele. Sie werden zwar dem Konto allgemeine Verwaltung belastet, nicht aber alle Einnahmen gutgeschrieben. Als Beispiele nennt Glur die Bereiche öffentliche Sicherheit (Regionalpolizei) und Schulen, wo Vertragsgemeinden zwar auch für Infrastrukturkosten aufkommen, aber nicht über die allgemeine Verwaltung abgerechnet wird. Dennoch: Dass Grösse wichtig für möglichst geringe Verwaltungskosten ist, bestätigt Glur ebenso wie Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger.

Zum Thema gibt es zudem eine Studie der Fachhochschule Chur. In ihr steht: «Die Gemeindegrösse hat einen systematischen Einfluss auf die allgemeinen Verwaltungskosten pro Kopf.» Nicht ausgeblendet werden dürfe jedoch, dass in einer Demokratie die Einwohner über den Umfang und die Finanzierung öffentlicher Leistungen entscheiden. Hier kommt der Begriff des Wohlbefindens ins Spiel. «Die Steigerung des Wohlbefindens der Einwohner ist der eigentliche Zweck der Gemeinde», stellen die Studienverfasser fest.

Leider lasse sich Wohlbefinden nur schlecht messen – eine Möglichkeit sei jedoch die Analyse der Wanderungsbewegungen. «Die Leute können mit den Füssen abstimmen und ihren Wohnsitz in eine aus ihrer Sicht attraktivere Gemeinde verlegen.» Es sei wichtig, eine gute Balance zwischen geringen Kosten und attraktiven Leistungen zu finden.

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