Grosser Aargauer Unternehmer: Der Vater des Instant-Eistees ist gestorben

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Ein unermüdlicher «Chrampfer» und Tüftler. Alfons Meier brachte die Domaco AG 1982 nach Lengnau. (Bild: zvg)

Unmögliches möglich machen und zum Erfolg bringen sei sein Lebensinhalt gewesen, schreibt das Unternehmen in seiner Todesanzeige. «S’gaht nöd – gits nöd» habe sein Motto gelautet. Alfons Meier war in der Tat ein unermüdlicher «Chrampfer» und Tüftler. 1962 übernahm er das kleine Produktionsunternehmen seines Vorgängers Dr. med. Aufdermaur und entwickelte daraufhin die ersten industriellen Bonbons mit der bewährten Rezeptur «20 Kräuter mit Honig».

Mit den heilenden Erzeugnissen im Verkaufskoffer zog der Firmengründer damals von Tür zu Tür und brachte die Produkte in die kleinen Läden und zu den Konsumenten. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

Siegeszug in den 70er-Jahren

Alfons Meier erfand in den folgenden Jahren mit seinem Unternehmergeist und seiner Innovationskraft eine Reihe von nachhaltigen Produkten. Darunter den ersten sofort löslichen Tee aus reinen Kräutern und Früchten – speziell für Babys und Kinder. 1974 kam der Tee Citron, der weltbekannte Ice Tea, auf den Markt. Mit dem von Meier entwickelten Verfahren der Instantisierung begann Ende der 70er-Jahre der Siegeszug des Getränks – und des Unternehmens.

1982 bezog die Domaco AG ihren Sitz in Lengnau, der seitdem stetig ausgebaut wurde, inzwischen rund 200 Mitarbeiter beschäftigt und grösster Arbeitgeber im Surbtal ist. Geschäftsführerin ist heute Meiers älteste Tochter. Silvia Huber übernahm 1994 die Nachfolge ihres Vaters.

«Unersättlicher Innovationsdrang»

«Was er unternehmerisch zustande gebracht ist, verdient höchste Bewunderung und Anerkennung», sagt Kurt Schmid, 1986 bis 2013 Ammann in Lengnau. «Er beherrschte die Fähigkeit, die Entwicklung des Marktes zu spüren und seinen unersättlichen Innovationsdrang mit dem Mut zum Risiko zu verbinden.»

Meier war aber auch ein Pa­tron alter Schule: «Er wusste, dass der Erfolg nur mit Fleiss und Arbeit möglich ist», so Schmid. Er sagt weiter: «Gleichzeitig hatte er ein weiches Herz für die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und des Umfeldes.» Er gehe als erfolgreichster Lengnauer Unternehmer in die Dorfgeschichte ein.

Alfons Meier starb am 3. August, zehn Tage vor seinem 92. Geburtstag.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Ein Patron alter Schule

Markus Sommer
schrieb am 11.08.2020 20:55
Solche innovativen und chramfenden und zugleich für ihre Mitarbeitenden sorgenden Patrons mit Herz sterben langsam aus. Schade. Wieder einer ist gegangen. Mein Beileid
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