Grossratswahlen 2020: So jung und so weiblich sind die Aargauer Parteien – oder eben nicht

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140 Sitze werden bei den Grossratswahlen am 18. Oktober vergeben, 1027 Kandidierende haben sich angemeldet. Der Frauenanteil der Kandidierenden liegt über alle Parteien hinweg bei 37,9 Prozent, wie Statistik Aargau schreibt. Damit ist er gegenüber 2016 um 3,3 Prozentpunkte angestiegen. Am höchsten ist er bei der SP, wo genau die Hälfte aller Kandidierenden weiblich ist. Bei Kleinstparteien wie der FFF oder der PPAG ist er gar 0 Prozent. Lässt man diese weg, ist die grösste Männerdominanz bei der SVP zu finden. Der Männeranteil bei der Wahlsiegerin von 2016 liegt bei über 80%.

Eine zweite Statistik gibt Auskunft über das Alter der Kandidatinnen und Kandidaten. Der Durchschnitt aller Kandidierenden liegt bei 43,9 Jahren. Damit ist er fast genau gleich hoch wie vor vier Jahren (43,6 Jahre). Die Parteien mit dem tiefsten Durchschnittsalter sind die Grünen und die glp mit jeweils 40,3 Jahren, dahingegen weist die EDU mit 49,0 Jahren das höchste Durchschnittsalter auf. In den grossen vier Parteien steigt das Durchschnittsalter von der SP (43,8 Jahre) über die FDP (44,0 Jahre) und die SVP 45,6 (Jahre) hin zur CVP 46,6 (Jahre).

Die grösste Altersklasse bilden die 50–54-Jährigen (141), die kleinste die über 75-Jährigen (4). Der Anteil der jüngsten Altersklasse (18–24-Jährigen) über alle Parteien liegt bei 10,8 Prozent. 39,1 Prozent aller Kandidierenden ist zum Zeitpunkt der Wahl zwischen 45 und 59 Jahre alt. Von allen Kandidierenden sind 47 Personen 65 Jahre oder älter, das entspricht einem Anteil von 4,6 Prozent.

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grosses politisches Spektrum

Nikos Traianou
schrieb am 18.08.2020 22:45
Die über ca. 1000 Kandidierenden für die Wahlen in diesem Jahr in den Grossen Rat des Kts. Aargau vertreten ein breites politisches Spektrum. Während Parteien, welche eher im linken Spektrum anzusiedeln sind, gerne vorwiegend Frauen und sog. "Jüngere" aufstellen, um in diesem Wählersegment zu punkten, stellen konservative Parteien eher gerne Männer zusammen mit den sog. "Erfahrenen" auf, um in ihrem Wählersegment zu punkten, da die ältere Generation gemäss Wahlbefragungen eher konservativ wählt.
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