Eine Schwingsaison, die nie begonnen hat

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Der Uerkner Eidgenosse Patrick Räbmatter ist weiterhin zum Warten verdammt. (Bild: mwy)

«Es war auch für meine Eltern sehr ungewohnt. So viele Sonntage ohne Schwingfest», erklärt der zweifache Eidgenosse Patrick Räbmatter, «zwischendurch war es ihnen sogar etwas langweilig.» Dem 28-jährigen Uerkner und seiner Familie ging es im Coronajahr 2020 wie fast allen anderen. Einige ganz wenige Schwingfeste konnten im Januar und Februar über die Bühne gehen, seither heisst es für die Sägemehlathleten «Lockdown». Ein paar Wettkämpfe fungieren noch in der diesjährigen Agenda, «aber ich habe die Saison eigentlich abgeschrieben. Vielleicht reicht es am 5. Dezember noch für den Niklaus-Schwinget. Das wäre schön.»

Finanziell sind die vielen Absagen für den Lastwagenchauffeur und Disponent im Familienbetrieb kein Weltuntergang, «aber es ist ein ganzes Jahr ohne Treicheln und andere Erinnerungsstücke. Das tut schon ein bisschen weh.» Sich darüber aufzuregen, bringe aber nichts, «wir alle müssen das einfach so akzeptieren.» Schlimmer sei die ganze Situation sowieso für die Vereine und Veranstalter, für die die Feste ein wichtiger Teil des Budgets ausmachen.

Der Fitnesszustand würde definitiv stimmen

Obwohl die Hoffnungen auf einen verspäteten Saisonstart je länger, je mehr schwanden, hat sich Patrick Räbmatter stets fit gehalten. Zuerst alleine, seit Juni teilweise auch wieder im Schwingkeller. «Man wusste ja nie und ich wollte für den Fall der Fälle parat sein», erklärt der Uerkner. Regelmässig, das heisst praktisch jeden Samstag und Sonntag, war «Räbi» auf dem 1000er-Stägli, dreimal pro Woche im Fitnesscenter und einmal im Vereinstraining beim Schwingklub Zofingen. Motivationsschwierigkeiten empfand er dabei nie. Dies nicht zuletzt, weil er Anfang Jahr etwas zugelegt hatte. «Ich habe im Dezember mit dem Rauchen aufgehört und als Folge davon habe ich zugenommen», erzählt Räbmatter, «mittlerweile habe ich das Gewicht wieder reduzieren können und ich fühle mich wieder besser. Ich bin heute sicher fitter als vor dem Lockdown.»

Das ist deshalb erfreulich, weil es im Idealfall in ein paar Monaten wieder mit den Ernstkämpfen losgehen sollte. «Räbis» Fokus liegt zwar bereits auf dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2022 in Pratteln, aber auch das kommende Jahr hätte einige interessante Herausforderungen zu bieten. Im September sind gleich zwei absolute Höhepunkte geplant. Am 5. des Monats steht das um ein Jahr verschobene Jubiläumsschwingfest «125 Jahre ESV» auf dem Programm und knapp drei Wochen später soll der Kilchberger Schwinget stattfinden. «Am Kilchberger war ich noch nie, das reizt mich schon», sagt Patrick Räbmatter.

Das sind aber erst Zukunftsaussichten, die mit vielen Fragezeichen behaftet sind. Denn wer weiss schon, wie sich die Coronasituation in den nächsten Monaten und Jahren entwickelt. «Ich glaube, wir kriegen es in den Griff», bleibt «Räbi» optimistisch, «dafür müssen sich aber alle einsetzen.»

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