Der SC Zofingen startet auf Hochtouren in eine neue Ära

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Der frühere Schöftland-Trainer Hansruedi Birrer will auch mit seinem neuen Klub SC Zofingen Gas geben. (Bild: Otto Lüscher)

Zum Abschluss der Vorbereitungsphase hat der SC Zofingen ein Ausrufezeichen gesetzt: Im Testspiel am vergangenen Samstag gegen den FC Willisau dominierten die Thutstädter den Gegner trotz drückender Hitze vor allem in der ersten Halbzeit nach Belieben und zogen bis zur Pause auf 4:0 davon. Am Ende resultierte ein 4:1-Sieg gegen die Luzerner, die die Vorrunde der abgebrochenen Saison 2019/20 in ihrer 2.-Liga-inter-Gruppe 4 auf dem ersten Platz abgeschlossen hatten.

Entsprechend zufrieden zeigt sich SCZ-Trainer Hansruedi Birrer mit den Auftritten seiner Mannschaft. «Die Trainings und die Testspiele waren gut, teilweise richtig gut», lobt er, hebt aber gleichzeitig den Warnfinger und sagt: «Die Meisterschaft ist ein anderes Kaliber.»

Der 51-jährige Oftringer, der beim SC Zofingen im Juni auf Flavio Catricalà folgte, will sich deshalb vor dem morgigen Auftaktspiel in Einsiedeln (18 Uhr) nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und geht die ersten Meisterschaftsrunden abwartend an. Konkreter hat sich der neu gebildete, fünfköpfige Mannschaftsrat – bestehend aus jungen und routinierten Akteuren – geäussert: Angestrebt wird in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 ein Platz in den Top 5. «Wenn wir uns vom positiven Eindruck der letzten Tage nicht blenden lassen, können wir das umsetzen», sagt Birrer. Ebenso überzeugt ist er, dass der SC Zofingen nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. «Die nötige Substanz dazu ist vorhanden», sagt er.

Intensive Arbeit für mehr Luft und mehr Klarheit
Verantwortlich dafür ist Hansruedi Birrer selbst. Er liess seine Schützlinge in der Vorbereitung sehr intensiv schuften und setzte in den letzten sechs Wochen neun Testpartien an. «Wir liefen immer auf Hochtouren», sagt Birrer und fügt erklärend hinzu: «Am Schluss läuft viel über die physische Komponente. Je länger man Luft hat, umso klarer agiert man.» Mit der Arbeit im konditionellen Bereich habe er die Basis für die gewünschte dynamische Spielweise gelegt. «Wir wollen bei unseren Auftritten Gas geben, das Heft in die Hand nehmen und Fussball spielen», sagt Birrer.

Das erfolgreiche Testspiel gegen Willisau hat diesbezüglich einen Vorgeschmack gegeben. Es hat aber auch gezeigt, dass es dem Trainerstab nach dem personellen Umbruch gelungen ist, eine intakte Mannschaft aufzubauen. Zwölf Spieler haben den Klub in der Sommerpause verlassen, elf mehr- heitlich junge Akteure sind dazugestossen. Zuletzt hat sich Stürmer Michael Weber entschieden, die Vorrunde mit dem SC Zofingen zu bestreiten, weil eine Rückkehr in die USA für den Abschluss seines Studiums wegen der Coronapandemie vorerst nicht möglich ist. «Die Achse im Zentrum hat die Erfahrung und Qualität, die es braucht, um neben ihr junge Spieler zu platzieren», sagt Birrer.

Zum Auftakt trifft Feinheit auf körperliche Robustheit
Ob die gesunde Mischung gegen Einsiedeln bereits zu einem Punktgewinn reicht, zeigt sich morgen Abend. «Einsiedelns Stärke ist das physische Spiel, wir sind eher die filigrane Truppe und haben keinen Hünen in unseren Reihen», sagt Birrer. Nichtsdestotrotz hofft er auf einen positiven Auftakt, zumal in einer Woche mit dem FC Freienbach einer der Gruppen-Favoriten in Zofingen zu Gast ist. «Mit einem Sieg können wir etwas einfacher in ein solches Spiel steigen», sagt Birrer.

Endlich wieder auf den Rasen
Fünf Siege, ein Unentschieden und im Schnitt rund 2,5 Tore pro Partie erzielt: Die Testspiel-Bilanz des FC Kölliken liest sich vorzüglich. Trainer Marco Wüst will die Resultate aus der Vorbereitungsphase trotzdem nicht zu stark gewichten. «Testspiele sind immer mit Vorsicht zu geniessen», sagt der 45-jährige Gränicher. So sei er mit manchen Auftritten zufrieden gewesen, bei anderen hingegen wurde ersichtlich, dass es noch viel Luft nach oben gebe. «Aber», so Wüst, «zu gewinnen ist sicher gut – auch für die Moral.» Einen grossen Anteil an der gelungenen Vorbereitung hat auch die Freude über die ersehnte Rückkehr auf den Rasen. «Nach der langen Pause macht es uns einfach wieder Spass, Fussball zu spielen», sagt Marco Wüst. Entsprechend hoch war die Präsenz in den Trainingseinheiten, zumal die Spieler ohnehin nicht in die Ferien reisen konnten. Wegen des verschobenen Meisterschaftsauftakts erfolgte der Trainingsbeginn trotzdem nicht zu früh, um die Motivation der Spieler hochzuhalten. Die Partie gegen den FC Wettingen, der letzten Samstag im Cup gegen den SC Schöftland im Einsatz stand, wird am Dienstag, 22. September nachgeholt. Wie in den letzten Jahren nimmt der FC Kölliken auch die Saison 2020/21 mit einem breiten Kader in Angriff. «Wegen der vielen Absenzen brauchen wir unsere 26 Leute», erklärt Marco Wüst, der auf eine beinahe unveränderte Mannschaft zählen darf. «Die wenigen Veränderungen sprechen für uns», sagt er. Vor dem morgigen Heimspiel gegen den FC Gontenschwil (17.30 Uhr) ist klar, dass Elia Scheidegger (Schlüsselbeinbruch) und Janosch Flükiger (Kreuzbandriss) länger ausfallen werden. Bei Severin Dätwyler, Lukas Zgraggen, Dardan Kryeziu, Dennis Amstutz und Güven Polat, die beim 4:1-Sieg im letzten Testspiel gegen den FC Sempach ebenfalls verletzungsbedingt fehlten, handelt es sich um nichts Gravierendes. «Sie sollten bald wieder einsatzbereit sein», sagt Wüst. Als Ziel hat der FC Kölliken Platz fünf ausgegeben, was nach Rang zehn in der vergangenen Vorrunde ambitioniert erscheint. «Ich könnte auch den Ligaerhalt nennen, aber den will jedes Team erreichen», sagt Wüst. Seine Mannschaft dürfe diesen hohen Anspruch haben, «denn man muss sich auch in Sachen Zielen fordern».

Alle Spiele der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 finden Sie hier, jene der 2. Liga AFV hier

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