Siegfried-CEO Wolfgang Wienand: «Das ist nicht der Weltuntergang»

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Für die Siegfried Gruppe sind die Aussichten wie das Wetter auf diesem Bild: freundlich. Bild: Raphael Nadler

Die Siegfried Gruppe hat im ersten Halbjahr 2020 der Pandemie getrotzt: Der Nettoumsatz betrug 388,1 Millionen Franken; dies entspricht einem Wachstum gegenüber der Vorjahresperiode von 2,2 Prozent in Lokalwährungen; in Schweizer Franken resultierte ein Rückgang von 1,5 Prozent, was auf das Erstarken der hiesigen Währung zurückzuführen ist. Der Betriebsgewinn (Core-EBITDA) betrug 58,1 Millionen Franken; im ersten Halbjahr 2019 waren es 66,3 Millionen gewesen. Die Core-EBITDA-Marge betrug 15 Prozent (Vorjahr 16,8 Prozent). Der Core-EBIT (Reingewinn) lag bei 31,3 Millionen Franken (Vorjahr 42 Millionen). 

«It’s not doomsday» – «das ist nicht der Weltuntergang», sagte Siegfried-CEO Wolfgang Wienand gestern in Anspielung auf die Pandemie bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse. «Die Corona-Krise ist ein Härtetest für die weltweit tätige Siegfried Gruppe – sie hat diesen Test bestanden.»

Siegfried konnte die Produktionstätigkeit trotz diverser Lockdowns an allen Standorten weitgehend aufrechterhalten. Einzig das Werk im chinesischen Nantong stand im Februar während zwei Wochen still. 

Klar ist auch, dass das aus Zofingen operierende Unternehmen ohne die Krise beim Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr deutlich besser abgeschnitten hätte. Die Lockdown- Massnahmen hätten ganz allgemein zu Verzögerungen in der weltweiten Gesundheitsversorgung geführt. «Unsere Kunden haben für einige Produktgruppen ihre Abnahmemengen deutlich verringert», teilte Siegfried dazu gestern mit. 

Gute Wachstumschancen sieht das Unternehmen weiterhin im Bereich fertig formulierter Medikamente (Drug Products); der Umsatz stieg im ersten Halbjahr in Landeswährung um rund sieben Prozent, getragen vor allem vom Geschäft mit der aseptischen Abfüllung. Aktuell evaluiert Siegfried mit mehreren Pharmafirmen eine Zusammenarbeit zur Herstellung aseptischer Fertigprodukte für verschiedene COVID-19- Impfstoffe, die sich noch in der klinischen Entwicklung befinden. 

Auch im ersten Halbjahr 2020 hat die Siegfried Gruppe gezielte Erweiterungsinvestitionen in ihrem Produktionsnetzwerk umgesetzt oder mit der Umsetzung begonnen. Dies sind beispielsweise eine grosstechnische Anlage zur Mikronisierung von chemischen Wirkstoffen in Evionnaz VS und eine Grossanlage zur Hochdruckhydrierung in Zofingen.

In den Regionen, in denen Siegfried mit Standorten vertreten ist, hat das Unternehmen «schnell und unbürokratisch» grosse Mengen Desinfektionsmittel an örtliche Krankenhäuser und öffentliche Institutionen gespendet. «Dieses Engagement entspricht unserem Selbstverständnis als Unternehmen», hiess es dazu gestern.

Wie geht es weiter? Trotz Pandemie rechnet die Siegfried Gruppe für das laufende Geschäftsjahr 2020 unverändert mit einem Umsatzwachstum im «unteren einstelligen Prozentbereich» – ganz allgemein geht man am Firmensitz von einem stärkeren zweiten Halbjahr aus. Siegfried wolle stärker wachsen als der Markt, sagte CEO Wolfgang Wienand. Dies werde sowohl durch weiterhin robustes organisches Wachstum als auch durch die Übernahme anderer Unternehmen, Standorte und Geschäfte erfolgen.

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