«Weil damit ein Stück Aargau im Unternehmen bleibt»: Das Hoffen auf Roberto Belci

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Roberto Belci trägt künftig die Verantwortung für die Gesamtregion Aargau. © Sandra Ardizzone / AGR

Noch ist Roberto Belci Leiter der Geschäfte für Privat- und Firmenkunden bei der Neuen Aargauer Bank (NAB). Seit zehn Jahren hat er diese Stelle, als Mitglied der NAB-Geschäftsleitung, inne. Die Auflösung der Bank bedeutet für den Aargauer aber keinen Karriereknick: Er wird einer von zwei Regionalleitern Aargau der Credit Suisse (CS) und Verantwortlicher über die Gesamtregion Aargau – der Mann also für den Aargau bei der Grossbank.

 

Doch wer ist Roberto Belci? Der Sohn italienischer Einwanderer ist 1964 in Wettingen geboren und auf­gewachsen, er ist Schweizer und Italiener. Der Vater von zwei Töchtern wohnt immer noch in der Region. Belci hat eine Ausbildung zum Kaufmann gemacht und an der Höheren Wirtschaftsschule Zürich berufsbegleitend Betriebswirtschaft studiert. Seit 1999 arbeitet er bei der NAB. Bevor er 2010 Ressortleiter Privatkunden wurde, war er Regionenleiter der Bank in Brugg.

Ein Stück Aargau bleibt der Bank erhalten

 

Einen Tag nach Bekanntgabe der NAB-­Auflösung war Roberto Belci für die AZ nicht erreichbar – aus Zeitgründen. Sein Fokus lag am Mittwoch darauf, die Mitarbeitenden über die neue Situation und ihre Folgen zu informieren. «Er drängt sich nicht in den Vordergrund», sagt Sabina Freiermuth, FDP-Grossrätin und Beirätin der NAB, auf Anfrage. Sie, die das Verschwinden der Bank «sehr bedauert», kennt den 56-Jährigen und findet es gut, dass der langjährige NABler der Bank erhalten bleibt.

«Roberto Belci ist stark mit dem Aargau verbunden. Das schafft Vertrauen und ist in der jetzigen Situation absolut positiv, weil damit ein Stück Aargau im Unternehmen bleibt», sagt sie. Obwohl Belci gut vernetzt ist und immer wieder als Gastgeber bei Firmenanlässen und Kongressen fungiert, sei er ein zurückhaltender Mensch. «Er hört den Menschen zu und drückt erst danach seine eigene Meinung aus. Er ist aufmerksam und präsent, ohne viel sagen zu müssen. Das ist mir schon oft aufgefallen», so Freiermuth.

Förderung von Mitarbeitenden über Jahre hinweg

Zurückhaltend ist Belci auch im Internet. Seine Profile in den sozialen Medien sind privat oder aber geben nur wenig über ihn preis. Dass er gerne auf der Piste auf den Ski steht, etwa. In einem Interview mit der «Schweizer Bank» sagte er vor vier Jahren, was sein Lieblingsessen ist (Spaghetti Aglio e Olio), und dass er als Kind Automechaniker werden wollte.

Und auch, was für ihn Erfolg bedeutet: «Wenn man gemeinsam etwas erreicht, für das man sich mit Herzblut und Überzeugung engagiert hat, und ich mit dieser positiven Stimmung andere motivieren kann.» Eine Haltung, die laut Sabina Freiermuth zur NAB passt, deren Philosophie es ist, Mitarbeitende von der Lehre an zu fördern und ihnen die Chance zu geben, sich innerhalb der Unternehmung weiterzuentwickeln. Roberto Belci sei ein starker Verfechter dieser Kultur.

«Meine Hoffnung ist gross, dass er diese Philosophie auch bei der Credit Suisse einbringen kann», so Sabina Freiermuth, er habe diese Strategie immer mitgetragen. «Diese Verlässlichkeit bietet längst nicht jede Firma ihren Mitarbeitenden an. Nichts Ungewöhnliches ist es auch, eine Kaderfunktion in Teilzeitarbeit ausüben zu können. Es wäre schön, wenn diese Stärken der Bank weiter erhalten bleiben», sagt die Grossrätin.

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