NAB-Ende: Wer ist hauptschuldig?

805_322548_Aktueller_Leserbrief.jpg

Das bevorstehende Ende der NAB berührt auch mich persönlich, denn ihre Vorgängerinstitute im Fricktal, die Ersparniskasse Laufenburg und dann die Aargauische Hypothekenbank, waren praktisch mein Elternhaus. In Frick und in Laufenburg, wo mein Vater seine gesamte berufliche Laufbahn engagiert dieser Bank gewidmet hatte, hatten wir stets Wohnsitz im Bankgebäude. Wenn ich nun in diversen Medien zu lesen oder hören bekomme, CS-CEO Thomas Gottstein «beendet abrupt die Geschichte dieser traditionsreichen Regionalbank», oder «nun wird die Marke NAB ausradiert, ein kapitaler Fehler», so darf daraus nicht auf die Hauptursache für das heutige Ende der NAB geschlossen werden. Wenn schon, dann wurden die Weichen in die heutige Sackgasse Anfang der 90er-Jahre gestellt, als die damaligen NAB-Verantwortlichen die Aktienmehrheit dieser einst kräftestrotzenden Regionalbank der Grossbank Credit Suisse vermittelt hatten. Nun war man auf Gedeih und Verderb von einem «Finanzplayer» abhängig, wo in der Chefetage Millionen-Saläre und noch höhere Boni den Kompass der Unternehmensführung mitbestimmen. Solche habgierigen Exzesse waren der alten NAB völlig fremd. Es ist nun aber müssig, heute darüber zu streiten, ob es 1994 solidere Lösungen für die Zukunft der leicht angeschlagenen NAB gegeben hätte. Ich weiss es auch nicht. Aber wer heute nun einfach die Hauptschuld der CS anzulasten versucht, macht es sich schlicht zu einfach! 

Maximilian Reimann, Gipf-Oberfrick 

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Drollig

Henri Leuzinger
schrieb am 31.08.2020 11:21
Drollig, wie der einstige Geldratgeberjourni die CS in Schutz nimmt bei der Vernichtung der NAB, nachdem er sie ein paar Zeilen weiter oben als «Finanzplayer, wo in der Chefetage Millionen-Saläre und noch höhere Boni den Kompass der Unternehmensführung mitbestimmen» bezeichnet hat und sogar von «habgierigen Exzessen» spricht. Das geht weder sachlich noch logisch auf.

Rettet die Swiss…

B. Hofer
schrieb am 31.08.2020 08:51
…oder das «Bühler-Virus» wird sich erbarmungslos weiterverbreiten - und das ist nicht lustig - imfau!;-)

Andere Lösungen

Ueli Bühler
schrieb am 31.08.2020 08:18
Es gibt immer bessere Lösungen. Damals als die Swissair vor dem Konkurs stand. Da hätte man auch die Firma aufkaufen sollen. Wie es immer so schön heisst die Anbindung zum Verkehr in die Welt hinaus, für die Schweizer zu gewährleisten. Auch den Bankverein hätte man damals retten können. Der Bund oder die Kantone sind immer mutlos in solchen Situationen. Auch jetzt wieder hätte man die Swiss zurückkaufen können. Anstatt wieder Milliarden hineinbuttern zu müssen. Am Ende wird die Rechnung leider immer teurer als gedacht!
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
SPAF
Mitarbeiterin Administration (70 – 100%), Mitarbeiter, Aarau
Jakob Hauser AG
Schriften- und Reklamegestalte, Mitarbeiter,
Jakob Hauser AG
Autolackierer EFZ, Mitarbeiter,
Bär Haustechnik AG
Servicemonteur Sanitär, Mitarbeiter, Aarburg
Bär Haustechnik AG
Heizungsinstallateur EFZ, Mitarbeiter, Aarburg
Alterszentrum Wengistein
Pflegefachperson HF, Mitarbeiter, Solothrun
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner