Mehr leere Wohnungen als im Bezirk Zofingen gibt's im Aargau nirgends

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Symbolbild (Archiv Sandra Ardizzone)
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Sie sind ein dominierendes Thema auf dem Schweizer Immobilienmarkt: die leerstehenden Wohnungen. Zwar ist die Zahl der ungenutzten Wohnungen bereits seit zehn Jahren am Steigen. Aber gegen 85 000 leerstehende Wohnobjekte landesweit hat es noch nie gegeben. Gemessen am Total aller rund 4,5 Millionen Wohnungen stehen 1,9 Prozent leer.  

Im Kanton Aargau gibt es nach neusten Zahlen der kantonalen Statistikbehörde 8733 freie Wohnungen – eine absolute Höchstzahl, die um 4,2 Prozent über derjenigen des Vorjahrs liegt. Spitzenreiter mit 1286 Objekten ist der Bezirk Zofingen. Im Vergleich: Die bevölkerungsreiche Region Baden bringt es auf 1230 Einheiten, der Bezirk Aarau auf 1276. In der Region Brugg standen am Stichtag 778 Wohnungen leer, im Bezirk Lenzburg 591. 

Ursache für den Zofinger Spitzenplatz sind glasklar die vielen neuen Wohnbauten. Dass diese nicht auf entsprechende Mieter- oder Käufernachfrage stossen, ist eine Vermutung, welche die Zahlen von Statistik Aargau so nicht stützen. 89,5 Prozent der im Kanton leerstehenden Wohnungen befinden sich in Bauten, die älter als zwei Jahre sind. Im Bezirk Zofingen gehörten 1160 der 1286 am Stichtag leerstehenden Wohnungen in diese Kategorie. Interessant die Unterscheidung zwischen Einfamilienhäusern und Wohnungen in einem Block – wobei die Statistik auf Gemeindeebene nicht zwischen Miet- und Kaufobjekt unterscheidet. Standen vor einem Jahr im Bezirk 156 Einfamilienhäuser leer, sind es nun deren 177. Eine marginale Abweichung, aber dennoch ein Indiz dafür, dass tiefste Schuldzinsen die Furcht vor den Auswirkungen der Corona-bedingten Konjunkturdelle nicht aufzuwiegen vermögen. Bemerkenswert ist auch, dass vor fünf Jahren in den Gemeinden Attelwil, Bottenwil und Wiliberg kein Logis auf dem Markt war. Übrig geblieben ist einzig Wiliberg.  

Laut einer Studie der Grossbank UBS bremst Corona den Bauboom nur bedingt und auch nicht sofort. Institutionelle Anleger – Versicherungen und Pensionskassen – dürften sich angesichts der weiterhin aktuellen Negativzinsen mit ihren Geldanlagen auch künftig in den Liegenschaftsbereich flüchten. Was die UBS-Ökonomen aber bereits feststellen, ist, dass weniger im Aargau gebaut wird, sondern dort, wo Wohnungen knapp sind: in den Agglomerationen von Zürich, Genf oder Luzern.

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