Siegfried AG und Erzo lancieren Pilotversuch zur Vergärung von Industrieabwasser

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Peter Gehler, Hansruedi Ruchti (beide Siegfried) und Adrian Burkart von der Erzo vor der Versuchsanlage.Bild: zvg

Industrieabwässer müssen vorbehandelt werden, bevor sie in öffentliche Abwasserreinigungsanlagen (ARA) eingeleitet werden können – oder, wie im Fall der ARA der Entsorgung Region Zofingen (Erzo), entsprechend ausgelegt sind. Bisher wurde konventionell gearbeitet. Das heisst, im biologischen Teil der Anlage arbeiteten Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Protozoen genannte «Urtierchen») am Abbau der Inhaltsstoffe. Diese Organismen benötigen Sauerstoff, sie arbeiten aerob und unter Zuführung von Energie. 

Bio-Gas als Produkt anstelle von Energiezufuhr 

Hansruedi Ruchti ist Leiter Umweltschutz und Arbeitshygiene bei der Zofinger Siegfried AG. Er liess 2018 Laborversuche durchführen, die ergaben, dass sich das Industrieabwasser seiner Firma vergären lässt. Vergärung – ein anaerober Prozess ohne Sauerstoffbedarf – funktioniert ohne Energiebedarf. Im Gegenteil: Es entsteht Bio-Gas. Ein weiterer Vorteil der Vergärung ist laut Ruchti, dass dabei kaum Schlamm entsteht, der entsorgt werden muss. 

Bei den Laborversuchen wurde ein Abbaugrad der Schmutzstoffe in der Grössenordnung von 60 Prozent erreicht. 

Um herauszufinden, ob eine Vergärung auch im grossen Massstab stabil verläuft und auch wirtschaftlich betrieben werden kann, wird seit August zusammen mit der Erzo eine Pilotanlage betrieben. Laut Ruchti soll der Versuch vorerst sechs Monate dauern. Angestrebt wird dabei ein Vergärungsgrad von 60 bis 80 Prozent. 

Billig ist die Sache nicht. Peter Gehler, Leiter des Pharmaparks Siegfried sagt dazu: «Nachhaltigkeit ist einer von fünf Unternehmenswerten der Siegfried Gruppe. Mit der Pilotanlage für die Vergärung von Industrieabwasser will Siegfried in enger Zusammenarbeit mit der Erzo, der StWZ Energie AG und einer Fachhochschule prüfen, ob sich eine solche Investition lohnt. Das Pilotprojekt wird nebst einem namhaften finanziellen Engagement von Siegfried auch vom Bund und vom Kanton unterstützt.» Bei der Planung wirke zudem auch das Hightechzentrum des Kantons Aargau mit. (bkr) 

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