Jung, wild und frech - so will sich Unihockey Mittelland präsentieren

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In seiner dritten Saison an der Bande von Unihockey Mittelland verfolgt Trainer Björn Karlen ein ambitioniertes Ziel. (Bild: Michael Wyss)

Mit drei Worten charakterisiert Björn Karlen sein Team: «Wir sind jung, wild und frech.» Vor seiner dritten Saison als Trainer beim Erstligisten Unihockey Mittelland verspricht er: «Wir wollen das Tempo ankurbeln und so offensiv spielen wie noch nie.» Schneller, aber trotzdem einfach spielen und höher verteidigen, lautet seine Vorgabe. Die letzten Standortbestimmungen vor dem Saisonauftakt am Samstag (19.30 Uhr) auswärts gegen Fricktal stimmen Karlen positiv. «Wir hatten insgesamt vier Spiele am letzten Wochenende und haben davon deren drei gewonnen. Damit bin ich eigentlich ziemlich zufrieden», sagt er. Zuerst fertigten die Mittelländer das unterklassige Merenschwand in der ersten Runde des Schweizer Cups mit 13:3 ab und erfüllten so die «Pflichtaufgabe», wie Karlen sagt.

Auch tags darauf beim heimischen Vorbereitungsturnier Mittelland-Cup habe die Mannschaft «eine gute Büez abgeliefert». Das erste Spiel gewannen die Gastgeber gegen den Zweitligisten Biel-Seeland mit 7:2. Im Anschluss schlug UM die Vipers Innerschwyz (1. Liga) 5:3 und schafften damit den Finaleinzug. «Gegen das NLB-Team Grünenmatt mussten wir die Segel streichen», kommentiert Karlen die 2:6-Niederlage. «Mit unserer Spielweise war ich aber sehr zufrieden. Wir sind einen Schritt weiter und haben mit viel Tempo gespielt. Es hat cool ausgesehen von draussen.»

 

Wie wenn er sieben neue Spieler zur Verfügung hätte

Änderungen im Kader gab es wenige. «Neu ist vor allem, dass alle da sind», freut sich Björn Karlen. «Niemand ist in der RS oder macht ein Auslandsemester. Das ist, wie wenn ich sieben neue Spieler hätte.» Der einzige richtige Zuzug ist der 22-jährige Verteidiger Christoph Blank, der die letzten vier Jahre für Basel Regio in der NLB spielte. Weil sich Abwehrspieler Matthieu Strebel im Cup-Match das Kreuzband gerissen hat, schaut sich Karlen mit Co-Trainer Benjamin Abplanalp und Sportchef Andrea De Icco nach einem valablen Ersatz um.

Aktuell trainiert Karlen mit 23 Spielern. «Das Kader ist so gross wie noch nie. Das steigert den Konkurrenzkampf und gibt uns mehr Optionen», sagt er. In der vergangenen Saison hätten in jedem Spiel fünf, sechs Spieler gefehlt. Wenn dann noch ein Block seine Leistung nicht abrufen konnte, wurde es schwierig für die Mittelländer. «Die Aufstellung war letztes Jahr eigentlich meistens gegeben», so Karlen. «In dieser Saison werden auch mal Spieler auf der Bank sitzen, die sich das nicht gewohnt sind. Aber das ist alles abgesprochen mit den Spielern.»

Überschattet wurde die Saisonvorbereitung der Mittelländer von einem tragischen Todesfall. Der 27-jährige Stürmer Raphael Hasler verunfallte Ende Juli auf einer Bergtour. «Das hat alles Sportliche relativiert», sagt Karlen. «Raphi war auf und neben dem Feld ein richtiger Leader.» Die Mannschaft stoppte den Trainingsbetrieb zwischenzeitlich und traf sich zu einer Mannschaftssitzung. «Wir wollten einen Raum für unsere Emotionen schaffen», erläutert er. «Es war wichtig, dass die Spieler wissen, dass sie sich innerhalb des Teams in einem geschützten Raum befinden und dass wir füreinander da sind.»

 

Zum Start gegen Fricktal, dann wartet das Derby

Die Qualifikation der letzten Spielzeit schloss UM auf Platz sechs ab. In der ersten Playoff-Runde unterlagen die Mittelländer Baden-Birmenstorf in drei Spielen. Das Ziel für die neue Saison laute grundsätzlich, besser zu werden. Björn Karlen spekuliert aber auf den vierten Platz, der das Heimrecht in den Playoffs bedeuten würde. «Es ist ein ambitioniertes Ziel», sagt er. Hinter den beiden Topteams der Liga, den Bern Capitals und den Lions Konolfingen, erwartet er eine ausgeglichene Verfolgergruppe mit Baden, Reinach, Deitingen und UM. «Es wird alles sehr nahe zusammen sein in der Tabelle», mutmasst Karlen. «Um den vierten Platz zu erreichen, dürfen wir uns kaum Ausrutscher erlauben, müssen gegen die Topteams schärfer auftreten und regelmässiger punkten als im letzten Jahr.»

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