Schenk Stiftung stellt künftige Konzertsolisten vor

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Für viele Besucher des Konzertes war der Vortrag von Mozarts Klavierkonzert durch Iwan Baŝi ein Höhepunkt. Bilder: kbb
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Julia Frischknecht (Sopran).
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Alice Burda (Klavier) wurde von der Jury auserkoren, am Jahreskonzert zu spielen.

Den Anfang beim Vorstellungskonzert der Nachwuchstalente im Zofinger Stadtsaal machte Federico Pulina mit dem Klavierkonzert Es-Dur KV 482. Der erste Satz erhielt von ihm die typisch mozartische Heiterkeit. Ebenso typisch brachte er den tiefen Ernst im «Andante» zum Ausdruck, wonach er dem «Rondo Allegro» wieder zum unbeschwerten Schwung verhalf. Dem typischen Mozart folgte ein romantischer Schubert in den Variationen über das Lied «Trockene Blumen». Die Hauptrolle hatte die Flöte, gespielt von Carlo Petri. Eng vernetzt mit der Klavierbegleitung wurden die Gefühlsbewegungen nachvollzogen, die trockenen Blumen blühten wieder auf. 

Auch wenn das Violinkonzert in e-Moll von Felix Mendelssohn «nur» vom Klavier begleitet war, brachte Inės Morin den ganzen Glanz dieses Werkes ein. Ob lange Läufe in höchste Lagen oder eine ganze Serie von Doppelgriffen: Sie war ihrer Sache sicher. Im folgenden Klavierkonzert KV 488 von Wolfgang Amadeus Mozart zeigte sich deutlich, dass die Orchesterbegleitung auf dem Flügel der gleichen musikalischen Kompetenz bedarf wie der solistische Teil von Iwan Baŝić. Diese Einheit in der Interpretation war hier vorhanden, was dem tief verinnerlichten «Adagio» zu einem himmlischen Erlebnis verhalf. 

Zu den bekanntesten Cellokonzerten gehört wohl jenes in D-Dur von Joseph Haydn. Die Solistin Milena Umiglia versah es im ersten Satz mit sprühender Virtuosität in den Kadenzen und das «Adagio» erhielt jene berührende Melodik, die das Stück so bekannt macht. 

Eine musikalische Blütenlese 

Der Nachmittag begann mit einem Klavierkonzert. Alice Burda wählte das zweite in g-Moll von Sergei Prokofjew. Das Werk fasziniert durch seine Eigenart. Die Themen erhalten rhythmische Bewegungen und einen leidenschaftlichen, mitreissenden Charakter. Ganz anderer Natur war der Gesang von Yannick Debus (Bariton). «Es ist genug» aus «Elias» von Mendelssohn klang verhauchend aus. 

Nun nahte ein Höhepunkt des Konzertes: Das Klarinettenkonzert A-Dur von Mozart (KV 622). José Luis Inglés gab ihm eine feinsinnige und gefühlvolle Auslegung, jede Phrasierung war individuell ausgestaltet. Dann stand nochmals ein Klavierkonzert im Programm, das in g-Moll von Mendelssohn. Das «Molto Allegro» erhielt von Mery Rui Xu das vorgeschriebene Feuer, das «Andante» ein lyrisches Aussehen und das «Allegro vivace» setzte einen fulminanten Schlusspunkt. Edoardo Pezzini machte auf der Oboe einen Streifzug durch die furiose Verdi-Oper «Die sizilianische Vesper». Am Schluss des Vorstellungskonzertes kam das Publikum noch in den Genuss von zwei Liedern der Sopranistin Julia Frischknecht und man konnte ihren virtuosen Koloraturgesang bewundern. Für das Jahreskonzert erkor die Jury Alice Burla (Klavier), Edoardo Pezzini (Oboe), Inès Morin (Violine) und Milena Umiglia (Violoncello). Ob und wann es stattfindet, ist noch offen. 

Die Schenk Stiftung 

Die Stiftung bezweckt, den Studierenden die Chance zu einem öffentlichen Konzert mit Orchester zu geben und ihnen so die Laufbahn zur Solistenkarriere zu öffnen. Die Musikhochschulen können jeweils ihre begabtesten Jungtalente zu einem Vorstellungskonzert nominieren. Dieses Jahr gingen dazu 20 Anmeldungen ein. Die Jury aus Marc Kissóczy (Dirigent, Professor an der Zürcher Hochschule), Dieter Ammann (Komponist, Professor an der Musikhochschule Luzern) und Oliver A. Schnyder (Pianist und ehemaliger Preisträger der Stiftung) wählte daraus elf Mitwirkende. (kbb) 

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