Ein Schritt näher an der Forst-Fusion mit 10 Gemeinden

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Der neue Forstbetrieb würde am 1. Januar 2022 starten. Symbolbild: Keystone

Die Arbeitsgruppe Forstbetrieb Suhrental-Ruedertal hat die Gemeinderäte und Kommissionsmitglieder von elf Gemeinden auf den aktuellsten Stand gebracht bezüglich der Forst-Fusion im Suhren- und im Ruedertal. Obwohl die Ortsbürger von Schmiedrued im August beschlossen hatten, nicht an der Fusion der Forstbetriebe Muhen- Hirschthal-Holziken, Oberes Suhrental und Leerau-Rued mitzumachen, waren die Schmiedrueder noch vor Ort. Von jetzt an wird das Projekt aber ohne sie weiterverfolgt.

Sockelbeitrag aus Waldfläche und Einwohnerzahl

Die Arbeitsgruppe zeigte auf, wie der künftige Forstbetrieb finanziert werden soll. Über 50 Prozent sollen aus dem Holzertrag kommen. Die Beiträge für Jungwaldpflege, die Beförsterung und den Naturschutz machen 14 Prozent aus. 20 Prozent steuern Erträge aus Dienstleistungen für Dritte bei. Das ist beispielsweise der Verkauf eines Bänklis oder das Fällen einer Tanne im Privatgarten. Weitere 13 Prozent steuern die Sockelbeiträge der Gemeinden bei. Diese berechnen sich anhand von Waldfläche und Einwohnerzahl und sollen den Unterhalt von 150 Kilometern Waldstrassen, den Holzschlag, den Bodenschutz und Bildungsanlässe finanzieren. Leistungen, die darüber hinausgehen, werden den Gemeinden separat in Rechnung gestellt – analog den Leistungen für Dritte. Überhaupt würden diese Leistungen für Dritte immer wichtiger, sagte Martin Blattner vom Forstbetrieb Jura. Dieser Forstbetrieb besteht seit 1. Januar dieses Jahres und umfasst die Ortsbürgergemeinden Küttigen, Erlinsbach und Densbüren. Mit 1709 Hektaren ist er etwas kleiner als der Forstbetrieb, der per 1. Januar 2022 im Suhren- und im Ruedertal entstehen soll. Er steht aber vor den gleichen Herausforderungen: erfolgreich arbeiten trotz sinkender Holzpreise. Eine grössere Organisation sei keine Garantie für wirtschaftlichen Erfolg, aber ein wichtiger Faktor, um diesen zu erreichen, sagte Blattner und zeigte auf, dass in einem grösseren Betrieb vieles einfacher sei: Stellvertreter-Regelungen, die Lehrlingsausbildung, alternative Aufgaben für ältere Mitarbeiter finden oder Synergien bei der Administration nutzen.

Feedback von den Gemeinden bis Ende Oktober

Im neuen Forstbetrieb werden Gemeinden vereint, die zwischen 163 und 4431 Einwohner haben und Waldflächen zwischen 7 und 224 Hektaren einbringen. Die Gemeinden bezahlen pro Hektare Wald 121 Franken und pro Einwohner 14 Franken an den Sockelbeitrag. «So können wir berücksichtigen, dass ein grosser Wald mehr Arbeit gibt, eine grosse Einwohnerzahl aber auch den Wald stärker beansprucht», erklärte Projektverfasser Theo Kern. Glücklich sind damit noch nicht alle Gemeinden. Sie sind nun aufgefordert, bis Ende Oktober zur Finanzierung des Forstbetriebs ein Feedback zu geben. Dazu gehört neben dem Verteilschlüssel auch die Frage, ob der Forstbetrieb alles Eigenkapital selber aufbringen muss oder ob die Ortsbürgergemeinden Kontokorrent zur Verfügung stellen oder bei Neuanschaffungen ein Darlehen geben. Auch wurde deutlich, dass bis zu den Sommer-Gemeindeversammlungen im nächsten Jahr weitere Dokumente bereit sein müssen. Beispielsweise ein Katalog mit dem Zustand der Waldstrassen und einem Plan, wie diese unterhalten werden.

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