Haus- und Kinderärztemangel beschäftigt die Region

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Symbolbild (Archiv)

Der Vorstand des Regionalverbandes zofingenregio hat die Budgets und Gemeindebeiträge 2021 für die Aufgabenbereiche Mütter- und Väterberatung, Regionalplanung, Tagesfamilien, Zentrale Dienste, Pflege und Asylwesen einstimmig zuhanden der Abgeordnetenversammlung verabschiedet. 

«Der Gesamtumsatz ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen», erläutert Hans-Ruedi Hottiger, Präsident des Regionalverbandes, das Budget 2021. Das liege unter anderem daran, dass in der Regionalplanung viele wichtige Projekte anstehen. So wird nicht nur das räumliche Entwicklungskonzept aktualisiert, sondern es werden auch Massnahmen des 2020 erarbeiteten Naherholungskonzepts umgesetzt. Zudem soll das
Projekt regionale Wasserversorgungsplanung 2021 abgeschlossen werden. Ein Teil des budgetierten Aufwands wird verwendet, um in Zusammenarbeit mit den Kantonen und Gemeinden ein Vertiefungsprojekt Energie mitzufinanzieren. 

Förderung von benachteiligten Kindern 

Der Bereich Mütter- und Väterberatung habe 2019 einen Verlust eingefahren, der den Gemeinden im Juli 2020 in Rechnung gestellt wurde, erläutert Hottiger. «In diesem Aufgabenbereich wird 2021 die Einführung des Programms ‹Frühe Förderung 3 Jahre› ein thematischer Schwerpunkt sein.» Das Programm diene zur Früherkennung der nicht altersgerechten Kompetenzen von Kindern vor dem Kindergarteneintritt und basiere auf der Erkenntnis, dass insbesondere Kinder aus sozial benachteiligten Familien deutlich bessere Chancen haben, wenn sie in den ersten Lebensjahren gefördert werden. Das Programm werde innerhalb der bestehenden Pensen in die Beratungsarbeit der Mütter- und Väterberaterinnen eingebunden. Auch der Aufgabenbereich Tagesfamilien, in dem 2021 die Suche nach neuen Tageseltern ein Schwerpunkt sein wird, sei defizitär, so Hottiger. Durch die Auflösung eines Fonds resultiere nun ein Ertrag, der für die Sanierung dieser Kostenstelle verwendet werde. Der Gemeindebeitrag muss daher nicht erhöht werden. 

Die durch das Regionalisierungsprojekt der Spitex aufgelaufenen Defizite bei der Arbeitsgruppe Pflegebereich konnten inzwischen abgebaut werden. Aktuell beschäftigen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe mit der Erhebung und Analyse der ambulanten und stationären Restkosten der Gemeinden und mit dem in der Region herrschenden Haus- und Kinderärztemangel. 2021 wird zudem die alle vier Jahre stattfindende Überprüfung des Bettenrichtwerts in den Alters- und Pflegeheimen der Region vorgenommen. 

Asylwesen: Der Gemeindebeitrag wird erhöht 

Für die Arbeitsgruppe Asylwesen wurden in den vergangenen Jahren keine oder nur geringe Gemeindebeiträge erhoben. «Nun resultiert Ende 2020 ein Verlust», so Hottiger. «Deshalb wird der Gemeindebeitrag 2021 von 50 Rappen auf zwei Franken pro Einwohner erhöht.» Inhaltlich stehe im nächsten Jahr die professionalisierte Weiterführung der beiden im Mandat von der Stadt Zofingen geführten Fachstellen Integrationsförderung Region Zofingen und Koordinationsstelle für Freiwilligenarbeit im Asyl- und Flüchtlingsbereich im Mittelpunkt. 

Die Fachstelle Integrationsförderung wird aus bereits gesprochenen Beiträgen aus dem kantonalen Integrationsprogramm KIP II finanziert. Die Koordinationsstelle für Freiwilligenarbeit wird ebenfalls finanziell vom Kanton Aargau unterstützt. 

Karola Dirlam 

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