Aufs Maul hocken? Ein Gräuel!

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Der Aargauer SVP-Nationalrat und Kantonalparteipräsident Andreas Glarner ist einer der begnadetsten Provokateure im Land. In den letzten Wochen schaffte er es mit seinem unverblümten Politstil gleich mehrfach in die Schlagzeilen: Erst mit dem Namen «Arschlan» für die grüne Nationalrätin Sibel Arslan, dann mit einem Mohrenkopf-Plakat, schliesslich mit der Forderung, keine DoppelbürgerInnen im Nationalrat zuzulassen. Einer emotionsgeladenen Debatte erst richtig Schub zu verleihen – darin ist Glarner ein wahrer Meister. Wenn es hingegen Kritik aus den eigenen Reihen gibt, dann wählt er die gegenteilige Strategie: Er versucht, den Ball mit fast nordkoreanischem Charme flach zu halten und die Sache auszusitzen. Das war auch diese Woche wieder so: Auf die Breitseite der Kulmer SVP-Bezirkspräsidentin («Gewissen Exponenten fehlt der Anstand») blieb Glarner stumm wie ein Fisch. Dafür sprach einer seiner Weggefährten, der Bezirkspräsident von Bremgarten: Es sei falsch, solche Streitereien öffentlich über die Medien auszutragen. 

Es stimmt natürlich: Konflikte, nicht Konsens, treiben die mediale Berichterstattung an – kaum einer weiss das besser als der Aargauer SVP-Chef. So gesehen ist seine Strategie nur konsequent. Die Frage ist allerdings, ob er damit tatsächlich die Stimmung bei den Wählerinnen und Wählern trifft. Aufs Maul zu hocken ist Glarner ein Gräuel – genau das aber sollen führende SVPler tun, wenn es intern ein bisschen rumort. Kann das aufgehen? Antworten gibts nächsten Sonntag. 

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Stimmt.

Ueli Bühler
schrieb am 12.10.2020 08:19
Aufs Maul hocken ist tatsächlich ein Gräuel. Seit Monaten wird genau das von mir verlangt. Mach ich aber nicht, genau so wenig wie Herr Glarner. Gott sei Dank Leben wir in einem Land in dem dies auch noch möglich ist. Ohne gleich im Gefängnis zu landen. In anderen Staaten ist es durchaus auch möglich das unbequeme Menschen um die Ecke gebracht werden. Herr Glarner fährt eine Taktik die SCHLECHTE PRESSE IST AUCH GUTE PRESSE heisst. Hauptsache man ist in den Medien präsent. Von daher also durchaus eine Strategie die in vielen Kreisen eine auch lohnende sein kann. Ein Meister darin ist übrigens der Orange Mann aus den USA.

Meine Antwort für nächsten Sonntag

Ruedi Lanz
schrieb am 10.10.2020 13:53
Wir waren eine 10-köpfige Bauernfamilie und keinem von uns wäre es in den Sinn gekommen, jemand anderes als die Kandidaten der BGB, der heutigen SVP, zu wählen. Seit an den Parteispitzen Leute wie Glarner & Co. das Sagen haben, steht kein Name dieser Partei mehr auf meinem Wahlzettel!
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