Die Hektik am Schluss war unnötig – trotz Derby

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Marco Schwegler brachte Zofingen mit dem 1:0 auf die Siegesstrasse. (Bild: Otto Lüscher)

Es kam eher spät, aber umso deutlicher und sehenswerter: das Zeichen des SC Zofingen, welches Team an jenem Samstagabend als Sieger vom Platz gehen soll. Marco Schwegler schnappte sich in der 34. Minute den Ball, liess drei Schöftler Verteidiger aussteigen und schloss den Angriff gleich selber mit einem gut platzierten Schlenzer ab. «Das Tor war sicher wichtig und hat uns geholfen, ab da mit mehr Mut und Sicherheit zu spielen», meinte der Schütze nach der Partie.

 

Die Erwartungen an das Derby waren aufseiten der Zuschauer, die sich ein Offensivspektakel erhofften, hoch. Schöftland hatte zuletzt dreimal, Zofingen viermal in Folge gewonnen. «Es ist ein Derby, da kommen viele Leute und da willst du erst recht zeigen, was du draufhast», formulierte Zofingens Marco Schwegler, was sich seine Equipe vorgenommen hatte. Über weite Strecken der Partie gelang dies den Platzherren, während die Schöftler ihre zuletzt starken Leistungen nicht bestätigen konnten. In der ersten halben Stunde kreierten die Gäste keinen einzigen richtigen  Angriff und liessen irgendwie das Feuer vermissen, der für ein Derby da sein sollte. Aus dem Nichts tauchte dann aber Silvan Otto vor SCZ-Goalie Jeffrey Bossert auf, kam nach dessen Abpraller ein zweites Mal zum Schuss, doch er scheiterte ebenso wie Kürsat Kiybar mit seinem Fallrückzieher.

 

Nur noch mit Standards  gefährlich geworden

Zuvor waren die Zofinger in der 12., 23. und 28. Minute nach Eckbällen zu harmlosen Abschlussversuchen gekommen, ehe Schwegler die leichte Dominanz zum 1:0 nutzte und in der 37. Minute fast das 2:0 schoss. In der 43. Minute parierte Bossert Lelo Tonis Versuch, noch vor der Pause auf 1:1 zu stellen.

An Spannung oder Spektakel gewann die Partie auch in der zweiten Hälfte kaum, auch, weil der Regen einsetzte und das Terrain rutschig machte. Vorwiegend nach Standardsituationen traten die beiden Teams noch offensiv in Erscheinung. Cédric Galligani stoppte in der 67. Minute Joris Freyenmuth regelwidrig im Strafraum, Hodzic verwandelte den fälligen Penalty zum 2:0. Kürsat Kiybars 1:2 in der 72. Minute sah der Referee mit dem Ellbogen statt mit der Brust erzielt, was dem Stürmer die gelbe Karte statt einen Eintrag als Torschützen verschaffte.

 

Die Gäste erwachten zu spät für eine Wende

Es blieb bei der Zofinger Zweitore-Führung, die nun aber nicht mehr so einfach zu verwalten schien wie bis anhin. In der Schlussviertelstunde erwachten die Gäste nämlich endlich und hatten nun mehr Spielanteile. Hektik kam auf, als Manuel Weber in der 81. Minute mit gestrecktem Bein auf Mauro Noordjik zuflog. «Das sah schon ein wenig gefährlich aus», meinte Schwegler, «aber in einem Derby kämpfst du halt mehr als sonst, und es blieben alle unverletzt, das ist die Hauptsache.» Fabio Schindler rächte die grenzwertige Aktion Webers mit einem Schubser in dessen Rücken, was ihm Rot einbrachte.

Feuer war nun definitiv da, was Jan Schneider in der 81. Minute nach einem Konter zum 1:2 ummünzte. Je eine Chance in der sechsminütigen Nachspielzeit blieben ungenutzt, «obwohl wir einen Punkt eigentlich verdient gehabt hätten», meinte Schöftland-Stammgoalie Livio Buchser. Er hatte den Match vorwiegend als Zuschauer miterlebt. Weil er sich beim Einspielen verletzte und dann doch stärker angeschlagen war, als er dachte, machte er nach sieben Minuten Dominic Gautschi Platz und befand: «Vor allem in der zweiten Hälfte taten wir auch einiges fürs Spiel, das blieb leider unbelohnt.»

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