Im Einsatz für Sicherheit der Bevölkerung

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Feuerwehr-Kommandant Roland Röthlin (rechts) und sein Stellvertreter Martin Lieb im Magazin in Reiden.Bilder: Marc Benedetti

Wenn es brennt, bei Verkehrsunfällen, Hochwasser und weiteren Ereignissen ist die Feuerwehr zur Stelle. Die Feuerwehr Wiggertal ist für das 35 Quadratkilometer grosse Gemeindegebiet von Reiden und Wikon zuständig. Sie zählt 107 Mitglieder, davon sind zehn Frauen. «Momentan haben wir einen leichten Unterbestand. Wir müssten laut Gebäudeversicherung rund 125 sein», sagt Kommandant Roland Röthlin. «Unsere Organisation rekrutiert ihre Neumitglieder seit vielen Jahren auf freiwilliger Basis und nicht per Zwangsrekrutierung.» Am Dienstag, 27. Oktober, lädt die Feuerwehr deshalb um 20 Uhr zu einem Infoabend im Feuerwehrmagazin in Reiden ein. Roland Röthlin und sein Vize Martin Lieb werden die Organisation und die vielfältigen Aufgaben im Feuerwehrdienst vorstellen. 

Kommandant 22 und Vize 11 Jahre in der Feuerwehr

Der 47-jährige Langnauer Röth­lin, der beruflich als Disponent bei Liebherr tätig ist, engagiert sich seit 22 Jahren in der Feuerwehr. Er hat im Januar Thomas Kilchenmann als langjährigen Kommandanten abgelöst. «Die Feuerwehr ist eine schöne und dankbare Aufgabe», sagt Röth­lin. Vor allem die Geschädigten bedankten sich oft für Einsätze. Der 37-jähriger Vizekommandant Martin Lieb ist seit elf Jahren in der Feuerwehr. Auch er hilft gerne und schätzt die Kameradschaft. Beruflich ist der Richenthaler bei der Berufswehr Stadt Luzern tätig, also ein Vollprofi. 

Die Feuerwehrleute pflegten ausserdienstlich die Kameradschaft und Freundschaften, betonen die Chefs. So setzten sie bei frischgebackenen Müttern oder Vätern ein Bäumchen, unternehmen Berg- oder Wandertouren. Ein Höhepunkt ist jeweils der Schlussrapport Ende Jahr, bei dem auch die Partnerinnen oder Partner und Gäste aus Nachbarfeuerwehren eingeladen sind. 

Was braucht man, um bei der Feuerwehr mitzumachen? Zum einen sollte man in Reiden, Langnau, Richenthal oder Wikon wohnen. Denn Ortskenntnisse sind ein Vorteil. Wer auch in der Region arbeitet, ist ein Glücksfall für die Feuerwehr, dies ist aber keine Bedingung. 

«Ein gesunder Körperbau ist ebenfalls wichtig», sagt Röth­lin, «ebenso eine gewisse physische und psychische Belastbarkeit.» Zudem setzt man die Bereitschaft voraus, die Zeit für Übungen und Einsätze aufbringen zu können. Die Feuerwehr nimmt dabei Rücksicht auf Soldaten mit Familie. Die Übungen (und auch Weiterbildungen) finden jeweils an Abenden und nie in den Schulferien statt. Der Sold beträgt bei den Einsätzen 25 Franken pro Stunde. 

«Man sollte am Anfang mit vier bis fünf Übungen pro Jahr rechnen», sagt Roland Röthlin. «Wenn jemand Freude und Spass hat, kann er oder sie mehr Pflichten und Aufgaben übernehmen.» Aber man wolle Neue nicht überfordern. Vom Alter her sind die Feuerwehrangehörigen in der Regel zwischen 25 und 45 Jahre jung. Oben hinaus gibt es das magische Alter 52 – bis zu diesem müssen Männer Feuerwehrpflichtersatz zahlen. Wenn es die Fitness zulässt, gibt es aber keine Grenze. Martin Lieb: «Unser ältestes Mitglied ist Kurt Giger. Er wird 54 Jahre alt und ist schon 38 Jahre dabei.»

Neumitglieder werden einem der zwei Züge zugeteilt. Oder sie können Fahrer, Mitglied der Atemschutzgruppe oder Spezialisten werden. Es gibt bei den Spezialisten die Motorspritzenabteilung, den Verkehrsdienst, die Elektroabteilung, die Sanität und neu die Absturzsicherung. 

40 Einsätze seit Ende 2019

Insgesamt leistete die Feuerwehr von Reiden und Wikon seit November 2019 40 Einsätze. Es brannte vier Mal. Dazu kamen 23 Fehlalarme von Brandmeldeanlagen, eine Hochwassermeldung, eine Überschwemmung, zwei Verkehrsunfälle, und zwei Mal musste die Ölwehr wegen Defekten an Fahrzeugen ausrücken. In Erinnerung geblieben ist Roland Röthlin ein Verkehrsunfall mit Todesfolge im Februar 2020 im Reidermoos. «Wenn man die Person kennt, geht das einem schon nahe», sagt der Kommandant. Bei belastenden Ereignissen kann die Feuerwehr ein Care-Team aus Luzern oder die Pfarreileitung aufbieten. Denn auch Feuerwehrleute kommen manchmal an ihre Grenzen. «Es ist meine Pflicht zu schauen, dass es meinen Leuten gut geht», sagt der Kommandant. 

Einen Herzenswunsch hegt die Feuerwehr: die lang ersehnte Zentralisierung der drei Standorte. Vier Fahrzeuge stehen im Feuerwehrmagazin in Reiden, zwei in Richenthal und eines in Langnau. Momentan gibt es aber keine Neuigkeiten. 

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Modern ausgerüstete Feuerwehr: Das Fahrzeug mit den Atemschutzgeräten, die oft zum Einsatz kommen.
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Kommandant Roland Röthlin zeigt das Innenleben eines Autos der Feuerwehr Wiggertal mit dem Signet auf der Seite.
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