Eine Standarte mehr fürs Museum Zofingen

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Heinrich Schmid (l.) übergibt die Standarte der Füsilierkompanie III/55 dem Konservator der historischen Abteilung Urs Siegrist (Mitte), Heinz Rufi (r.) hält einen 1998 im «Wiggertaler» erschienenen Bericht über ein Kameradentreffen in der Hand. Bild: Alfred Weigel

«Ach, was willst Du traurig sein, lieber Kamerad, überall lacht Sonnenschein, winkt uns hell und roter Wein», sangen einst die Kameraden der Füsilierkompanie III des 55. Bataillons. Zehn davon leben noch. Von vielen nahmen sie am Grab Abschied, meistens mit dem Lied «Ich hatt’ einen Kameraden, einen Besseren findest du nicht». 

Nun entschieden sich die Verbliebenen schweren Herzens, ihre wohl gehüteten Schätze mit der von Kamerad Willi Siegrist gespendeten Standarte dem Museum Zofingen zu vermachen. Zur normalen Öffnungszeit des Museums am Mittwoch gegen 14 Uhr überreichten der Strengelbacher Heinrich Schmid und Heinz Rufi aus Glashütten die Standarte Urs Siegrist, dem Konservator der historischen Abteilung. Im Fahnenschrank des Hauptsaals findet das rund 55 auf 55 cm grosse Stück erst einmal seinen Platz. 

Ein Kapitel unvergesslicher Kameradschaft 

Doch was ist der Hintergrund der Geschichte? Vier abgekämpfte Soldaten hatten am Ende eines nasskalten Wiederholungskurses im Spätherbst 1959 die Idee, ein ausserdienstliches Treffen in Zivilklamotten zu organisieren. Der Ranghöchste, Wachtmeister Fridolin Menzi, fasste den klaren Auftrag, alle Aktiven der Jahrgänge 1922 bis 1938 vom 1. Zug inklusive Kommandogruppe der Füsilierkompanie III/55 anzuschreiben. Bei allen Soldaten, Offizieren und Unteroffizieren landete eine Einladung im Briefkasten. 47 Männer trafen sich dann im Dezember 1959 im Oltner Hotel Emmental zu einem gemütlichen Anlass mit Nachtessen. 

Bei Ansprachen, Witzen und Soldatenliedern reifte der Wunsch, Treffen dieser Art jährlich zu wiederholen. Den Anlässen in regionalen Restaurants und Hotels folgten Carfahrten ins Glarnerland, Wachtmeister Fridolin Menzis Heimat. Mit Persönlichkeiten aus Armee, Politik und Sport überraschte er ein ums andere Mal an den von ihm perfekt organisierten, geselligen Runden. Insgesamt 61 fanden insgesamt statt. Die Zahl der Teilnehmer sank altersbedingt rapide. Vor zehn Jahren wurde die Nachfolge dem Gefreiten Heinrich Schmid übertragen. Mit der Übergabe der Standarte an das Museum Zofingen schloss er nun das letzte Kapitel der unvergesslichen Kameradschaft ab. 

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