Aargauer Grossrätin setzt sich beim Bundesrat für Fitnesscenter ein

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Nicole Müller-Boder ist SVP-Grossrätin und Fitnessinstruktorin. © Aargauer Zeitung

Nicole Müller-Boder ist SVP-Grossrätin und Fitnessinstruktorin – in einem offenen Brief fordert sie Bundesrat Alain Berset auf, die Fitnesscenter nicht zu schliessen. Dort gebe es keine Ansteckungen, die Schutzkonzepte funktionierten, und Leute, die Sport treiben, seien gesünder und weniger anfällig für das Coronavirus, argumentiert sie.

Fast zwei Monate lang waren Fitnesscenter im Frühling geschlossen – nach dem Lockdown, der Mitte März begann, durften sie erst Mitte Mai ihre Türen wieder öffnen. In den Sommermonaten trainierten viele Leute draussen, was sich bei schönem Wetter auch anbietet. Doch nun, mit sinkenden Temperaturen, sind die Fitnesscenter wieder gefragter.

Dennoch macht sich Nicole Müller-Boder, SVP-Grossrätin aus Buttwil und Fitnessinstruktorin, ernsthaft Sorgen um die Zukunft der Branche. In einem offenen Brief bittet sie Bundesrat Alain Berset darum, bei der anstehenden Verschärfung der Coronamassnahmen die Fitnesscenter nicht erneut zu schliessen. «Die Betreiber machen ihre Hausaufgaben, setzen ihre Schutzkonzepte professionell und sauber um», schreibt Müller-Boder. Desinfektionsmittel seien schon vor Corona eingesetzt worden, die Mitglieder hätten sich hier an nichts Neues gewöhnen müssen.

Bisher keine Ansteckung in Aargauer Fitnesscenter

«Zudem wird in der Regel alleine trainiert, in den Gruppenkursen achtet man auf den Mindestabstand und lüftet alle 30 Minuten den Raum», hält sie fest. Niemand wolle Ansteckungen riskieren, und dass dies gelinge, zeigen laut Müller-Boder die Zahlen. Sie verweist auf den «Gesundheitstipp» vom Oktober. Bei einem Test in 16 Fitnesscentern sei nirgends das Virus nachgewiesen worden. Zudem finde sich in der Statistik des Kantons Aargau zu den Corona-Infektionen kein einziger Fall einer Person, die sich in einem Fitnessstudio angesteckt habe.

Müller-Boder, die ihren Brief auch im Namen vieler Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen verfasst hat, weist auch auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Fitnesscenter hin. «Der Lockdown von März bis Mai hat unsere Branche schwer getroffen.» Der Kredit, den der Bund sprach, sowie die Kurzarbeitsentschädigung hätten das Schlimmste verhindert. Der erwartete Ansturm der Kunden auf die Fitnessstudios sie nach der Wiedereröffnung aber vielerorts ausgeblieben.

Das Hauptgeschäft mache die Fitnessbranche in den kühleren Monaten, hält sie fest. «Also hat man versucht, durchzubeissen und auf die Herbst-/Wintersaison gehofft», erklärt die Grossrätin. In einigen Betrieben habe man in der Überbrückungszeit Pensen reduziert, mit Kündigungen hätten viele Betreiber aber noch zugewartet, weil sie auf die Hochsaison hofften.

Angst, neue Massnahmen könnten das Aus bedeuten

Sollten die Center nun wieder geschlossen oder durch Auflagen wie eine Maskenpflicht beim Training massiv eingeschränkt werden, könnte das laut Müller-Boder für viele das Aus bedeuten. Sie zeichnet für diesen Fall ein düsteres Bild: «Mitarbeiter verlieren ihre Jobs und haben auch keine Möglichkeit, so schnell wieder einen neuen zu finden, da diese Massnahme die gesamte Branche trifft.

Es arbeiten alleinerziehende Mütter, Familienväter, junge wie ältere Menschen bei uns; nun sind all unsere Existenzen stark gefährdet», warnt sie.

«Mitglieder handeln verantwortungsbewusst»

Müller-Boder arbeitet in drei Fitnesscentern: Body Station in Muri, Good Fit in Niederrohrdorf und Base Fit in Lenzburg. «Es gibt Leute, die nach wie vor Angst vor einer Ansteckung haben und nicht mehr zu uns kommen», sagt sie auf Nachfrage. Von den Mitgliedern, die weiterhin in den Fitnessstudios trainieren, hielten sich alle an die Schutzkonzepte.

«Die Abstandsregeln werden eingehalten, die Leute tragen dort Schutzmasken, wo es vorgeschrieben ist, insgesamt handeln unsere Mitglieder sehr verantwortungsvoll», sagt Müller-Boder. Deshalb hält sie im Brief an Berset auch fest: «Ja, wir müssen gegen diese Pandemie kämpfen. Ja, wir müssen uns schützen.

Aber ja, die Fitnesscenter tun dies bereits, nehmen ihre Verantwortung ernst und machen es gut!» Sie bittet eindringlich: «Lassen Sie die Fitnesscenter unter Beibehaltung des aktuellen Schutzkonzeptes offen und geben Sie uns die Chance, unsere Betriebe und unsere Jobs zu retten.»

Müller-Boder weiter: «Sportler achten auf ihre Gesundheit. Sie ernähren sich besser, sie bewegen sich. All dies führt zu einem stärkeren Immunsystem», erläutert sie. Somit würden Fitnesscenter zu einem gesünderen und resistenteren Körper beitragen und letztlich im Kampf gegen das Coronavirus helfen.

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