Präsident der Aargauer Jungfreisinnigen widerspricht Gallati: «Verkaufsverbot ist ein Dorn im Auge»

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«Die Ansammlungen sind das Problem, nicht der Alkohol», erklärt Robin Röösli. © Zur Verfügung gestellt

Der Bundesrat wird am Mittwoch Massnahmen gegen Covid-19 beschliessen. Mit Blick darauf gab es eine Vernehmlassung unter den Kantonen.

Der Kanton Aargau beantragt ein Verkaufsverbot von Alkohol zwischen 20 Uhr und 5 Uhr früh. Insbesondere in den Wochenendnächten komme es in den Innenstädten zu grösseren Ansammlungen Jugendlicher und junger Erwachsener, «die durch den Alkohol enthemmt die Covid-Vorschriften nicht einhalten», schreibt Regierungsrat Jean-Pierre Gallati.

Den Jungfreisinnigen Aargau ist das Verbot «ein Dorn im Auge», wie sie in einer Medienmitteilung vermerken. Die Vorschrift greife in die Wirtschaftsfreiheit sowie die persönliche Freiheit der Bürger ein. Die Regierung setze auf Eigenverantwortung. Mit diesen Massnahmen würden sie die Bürger stark einschränken. 

Regierung soll ihre Forderung überdenken

Robin Röösli, Präsident der Jungfreisinnigen Aargau, widerspricht dem Regierungsrat. «Die Menschenansammlungen sind das Problem, nicht der Alkohol», sagt er gegenüber der Aargauer Zeitung. Es würde trotz einem Alkoholverkaufsverbot zu grösseren Ansammlungen kommen. Die Polizei sei bei den Covid-19 Massnahmen ein wirksameres Instrument. Sie könnte helfen, indem sie vermehrt auf die Regeln aufmerksam macht. 

Die Jungfreisinnigen Aargau appellieren an die Regierung, ihre Forderung zu überdenken. Zudem setzen sie sich für eine Unterstützung für Aargauer Clubs und Bars ein. Denn mit der eingeführten Obergrenze von maximal 50 Personen könne ihr Überleben kaum langfristig gewährleistet sein. Mit einem Alkoholverkaufsverbot würde das Gastgewerbe noch stärker eingeschränkt.

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