Budget 2021: Aufwandüberschuss bei unverändertem Steuerfuss – Gemeindeversammlung abgesagt

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Die Gemeinde Dagmersellen rechnet für 2021 mit einem Aufwandüberschuss in der Höhe von rund 678'000 Franken. (Bild: Niklaus Wächter/Reportair, Oktober 2018)

In der Erfolgsrechnung resultiert bei einem Gesamtaufwandvon 44,916 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 44,238 Millionen Franken ein Aufwandüberschuss von 677'770 Franken, was gegenüber dem ergänzten Budget des Vorjahrs eine Verschlechterung von 178'770 Franken bedeutet. Der Steuerfuss soll unverändert bei 1,85 Einheiten bleiben. Obschon der Steuerfuss 2020 im Rahmen des Abtauschs mit dem Kanton um einen Zehntel gesenkt werden musste, soll er angesichts der aktuell schwierigen Covid-19-Situation vorerst nicht wieder angehoben werden. Der prognostizierte Aufwandüberschuss entspricht etwa diesem Steuerausfall von 0,1 Einheiten und kann mit dem vorhandenen Bilanzüberschuss von rund 20 Millionen Franken gedeckt werden. Die grössten Abweichungen zum Budget 2020 sind in den Aufgabenbereichen Bildung (319'900 Franken) sowie Gesundheit und Soziales (106'100 Franken) zu verzeichnen. Bei den Gemeindesteuern wird trotz coronabedingten Anpassungen mit einem Mehrertrag von 1,269 Millionen Franken gerechnet, welcher insbesondere von natürlichen Personen resultiert.

Die Investitionsrechnung enthält Ausgaben von 3,32 Millionen Franken, was gegenüber dem ergänzten Budget des Vorjahrs einer Abnahme von 1,056 Millionen Franken entspricht. Die grössten Positionen sind der Beitrag an die ARA Oberes Wiggertal (500'000 Franken), Verlegung Kanalisation Chilefeld Uffikon (300'000 Franken), Einführung Trennsystem Kanalisation Lindenzelg Dagmersellen (285'000 Franken) sowie Werterhaltungsmassnahmen beim Schulhaus Linde (285'000 Franken).

Der Aufgaben- und Finanzplan 2021–2024 zeigt bei einem Steuerfuss von 1,95 Einheiten ab 2022 wieder Ertragsüberschüsse zwischen 136'000 und 652'000 Franken. Die geplante Steuererhöhung um 0,1 Einheiten wird vom Gemeinderat im Budgetprozess 2022 nochmals geprüft. Dannzumal sollten genauere Zahlen über die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie vorliegen.

Gemeindeversammlung abgesagt

Die Entwicklung der Covid-19-Situation hat den Gemeinderat veranlasst, die geplante Gemeindeversammlung vom 30. November abzusagen und durch eine Urnenabstimmung am 20. Dezember zu ersetzen. Der Gemeinderat hat sich mit diesem Entscheid schwer getan, schätzt er doch den direkten Austausch mit den Stimmberechtigten sehr. In der angespannten Situation ist jedoch die Gesundheit der Bevölkerung vorrangig. Auch die Planungssicherheit, der Ausschluss von Risikopersonen und von Personen in Quarantäne, das Risiko des Ausfalls von Schlüsselpersonen und das aufwändige Schutzkonzept spielten bei der Absage eine Rolle. Den Stimmberechtigten werden am 20. Dezember nebst dem Budget 2021 die Neuwahl der externen Revisionsstelle und die Teilrevision des Abfallentsorgungsreglements zur Beschlussfassung vorgelegt. (ifd)

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