Chlausgruppen hadern mit dem Coronavirus – kreative Lösungen sollen den 6. Dezember retten

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Der STV Oftringen verzichtet dieses Jahr auf Besuche. Bild: zvg

Die Aufforderung der Behörden ist klar: Auf Kontakte sollen wir in der Coronakrise möglichst verzichten. Klar ist zudem, dass davon alle gesellschaftlichen Anlässe betroffen sind – auch Traditionen, die uns allen lieb sind. Darunter fallen die Chlaus-Besuche am 6. Dezember. 

Die ersten Chlausgruppen haben nun kommuniziert, dass sie dieses Jahr auf Besuche verzichten werden: die Kolpingfamilie aus Zofingen, der STV Oftringen, die IG Samichlaus-­Gruppe Rothrist und die Chlaus­zunft Aarau-West. «Wir als Samichlaus und Begleiter können schlicht die vorgegebenen Schutzmassnahmen nicht oder nur bedingt einhalten», begründet die Rothrister Gruppe in einem Informationsbrief ihren Entscheid. «Die Herausforderungen sind zu gross und würden unsere Möglichkeiten in vieler Hinsicht übersteigen.»

Samichlaus erzählt online eine Geschichte

Die Kolpingfamilie Zofingen verzichtet nebst den Hausbesuchen auf die Feier in der katholischen Kirche und auf den Einzug in die Stadt Zofingen. «Trotz der schwierigen Zeit wollen der St. Nikolaus und Schmutzli eine Freude bereiten», schreibt die Gruppe. Auf der Website www.kolping-zofingen.ch werde man am 4. Dezember Bilder und ein Video des St.-Nikolaus-Einzugs zeigen. Ab dem 5. Dezember wird St. Nikolaus zu den Kindern sprechen und eine Geschichte erzählen. Die Kolpingfamilie ruft die Menschen zudem dazu auf, am 6. Dezember eine Kerze anzuzünden – als Zeichen der Solidarität und um Licht ins Dunkle zu bringen. Ganz anders löst die St.-Nikolaus-Gesellschaft Kölliken-­Schöftland die Situation. Sie hat hat Waldhäuser gemietet und wird die einzelnen Familien dort empfangen. «Die Familien müssen dazu mit uns einen Termin vereinbaren», sagt Bianca Gyger-Knight. Zudem müssen die Familien die Chlaussäckli selber mitbringen und es wird auch kontrolliert, ob die Anwesenden wirklich die angemeldete Familie ist. So wird das Contact Tracing gewährleistet. 

Die Samichlausgesellschaft Reitnau/Attelwil wiederum verzichtet auf ihr Fest im Waldhaus, aber immerhin wird der Samichlaus im Dorf herumwandern. «Auf Besuche verzichten wir zwar, dennoch können wir den Menschen im Dorf so etwas bieten», sagt André Lehmann. Angedacht sei auch ein Besuch in der Schule, dieser dürfte dann draussen stattfinden.

In der normalen Vorbereitungsarbeit steckt die Chlausengruppe der Pfarrei Guthirt Aarburg, welche das Gebiet Aarburg, Oftringen und Rothrist abdeckt. Stand heute wird sie die Familien besuchen, wo irgendwie möglich aber draussen. «Wir werden aber nichts riskieren», betont Dieter Eggenschwiler. Die Gruppe behält sich vor, erst am 6. Dezember definitiv zu entscheiden, ob die Besuche wirklich stattfinden. 

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