Shkelzen Gashi zahlt zurück

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Aarau-Stürmer Shkelzen Gashi hatte in dieser Saison schon sechs Mal Grund zum Torjubel. (Bild: Schumacher/Freshfocus)

«Shkeli, Shkeli, Shkeli» singen die Zuschauer in der Totomat-Kurve, als Shkelzen Gashi ihnen entgegen läuft, um einen Eckball zu treten. Das war vor zwei Wochen gegen Xamax, während des vorerst letzten Heimspiels des FC Aarau vor Publikum. Quasi bei der letzten Gelegenheit, ehe die Tore im Brügglifeld für die Öffentlichkeit geschlossen wurden, kam es also doch noch zur Symbiose zwischen den Fans und dem prominentesten Spieler.

Als Gashi Anfang 2020 nach achteinhalbjähriger Absenz erstmals wieder ein Training des FC Aarau bestritt, waren die Erwartungen immens. Seine Erfolge und seine Torquote überschatteten, dass er zuletzt über ein Jahr lang nur Einzeltrainings bestritt. Es folgte ein körperlicher Rückschlag auf den anderen. Anfang Juni, nach der viermonatigen Corona-Zwangspause, war Gashi immer noch nicht einsatzbereit. Zur Kritik von Aussen gesellten sich spätestens dann auch FCA-intern die Zweifel, ob der Rückkehrer mit sehr gut dotiertem Vertrag bis 2023 nochmals auf Touren kommt. Als sich Gashi nach einigen Teileinsätzen Anfang August vor den letzten zwei Spielen der Saison 2019/20 wieder verletzte, mussten die Klubverantwortlichen konstatieren: Acht Monate lang haben sie viel Geld in Gashi investiert, zurückgekommen ist bis dato: nichts.

Anführer, der Spielfreude und Engagement ausstrahlt

Nur einer liess sich nichts anmerken: Gashi selber. Ob der 32-Jährige in den ersten acht Monaten nach der Rückkehr tatsächlich nie daran zweifelte, die Erwartungen erfüllen zu können? Wer weiss – falls ja, er hätte es gegen aussen nie zugegeben. Denn wenn Gashi von Beginn an etwas gerecht wurde, dann seinem Ruf als grenzenloser Optimist. Auch als er am viertletzten Spieltag der vergangenen Saison gegen Chiasso (2:2) 21 Minuten nach seiner Einwechslung wieder vom Platz geholt wurde, für Fussballer so etwas wie die Höchststrafe, lächelte Gashi Fragen dazu einfach weg, wollte kein Fass aufmachen. «Meine Zeit wird kommen», sagte er – und behielt recht.

Seit Beginn der neuen Saison ist Gashi wie verwandelt. Das gilt nicht für sein Auftreten abseits des Spielfeldes, hier war und ist er der Daueroptimist, der etwa der FCA-Defensive nach dem 2:5 in Winterthur einen «sehr guten Job» attestierte. Doch auf dem Platz ist Gashi nun ein anderer. Der, der er sein soll. Ein Anführer, der Engagement und Spielfreude ausstrahlt – und der endlich trifft: Am vergangenen Dienstag gegen Kriens (2:2) wie schon in der eingangs erwähnten Partie gegen Xamax (3:1) doppelt; dank sechs Treffern in acht Spielen führt er zusammen mit dem Schaffhauser Pollero die Torjägerliste der Challenge League an.

Erstaunlich ist, dass er fünf von acht Ligaspielen über die volle Distanz absolvierte, zwei Mal wurde er erst drei Minuten vor dem Abpfiff ausgewechselt: Rückblickend also brachte das lange Warten auf Gashi den Vorteil mit sich, dass er nun körperlich in bester Verfassung ist. Endlich: Gashi zahlt zurück.

«Ich fühle mich gut. Es macht einfach Spass, mit dieser Mannschaft jeden Tag zu trainieren. Wir haben grosses Potenzial», sagt er. Mehr über sich reden mag er nicht, dies würde seinem Mantra widersprechen, dem FCA nicht nur als zuverlässiger Torschütze zu dienen, sondern ebenso als Stütze für die vielen jungen Spieler, die in Gashis Schatten gedeihen sollen.

Gegen GC kann Gashi den Fokus nicht umgehen

Auch wenn er im Gegensatz zu früheren Jahren den Fokus meidet – im heutigen Spiel gegen die Grasshoppers werden die Augen auf Gashi gerichtet sein. Natürlich wegen seiner Vergangenheit bei den Zürchern, mit denen er Cupsieger, Torschützenkönig und 2014 Fussballer des Jahres wurde. Vor allem aber wegen seiner Topform, die Gashi pünktlich zum Duell mit dem Tabellenführer erreicht hat.

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