SP und VPOD kritisieren Freiwilligen-Aufruf des Kantons Luzern

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Der Kanton Luzern braucht Unterstützung zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Am Montag lancierte er ein Onlineformular, um Arbeitseinsätze von Freiwilligen in den Drive-In-Testzentren, Alters- und Pflegeheimen sowie für administrative Aufgaben zu koordinieren. Melden sollen sich nur Personen mit medizinischer Grundausbildung, die ein Arbeitspensum von 50 Prozent erbringen wollen. Die finanzielle Entschädigung werde direkt mit den Institutionen besprochen.

Die Bedingungen stossen der SP Kanton Luzern und dem Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) Luzern sauer auf, zumal das Pflegepersonal erst kürzlich bessere Arbeitsbedingungen gefordert hat (wir berichteten). Der SP-Kantonsrat Marcel Budmiger sagt: «Bei der Nachbarschaftshilfe würden wir es begrüssen, wenn der Kanton auf die Freiwilligenarbeit setzt und diese koordiniert. Aber wenn er für Einsätze im Pflegebereich kein Geld in die Hand nehmen will, ist das faktisch Lohndumping.» Qualifizierte Arbeit müsse gerecht entlöhnt werden. Mit dem angedachten Tagessold komme man auf einen Bruttostundenlohn zwischen 16 und 21 Franken. Die Angaben habe man vom Krisenstab des Kantons. 

Auf Anfrage beim Kanton heisst es, die Entschädigung werde noch im Kantonalen Führungsstab (KFS) thematisiert. Zur Kritik sagt Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP): «Die SP versucht, mit den Freiwilligen-Einsätzen in der Corona-Pandemie Gesundheits- und Sozialpolitik zu machen. Das darf sie natürlich. Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.» Zahlreiche Rückmeldungen hätten gezeigt, dass es viele Luzernerinnen und Luzerner gebe, die sich beim Kanton gemeldet und kostenlos ihre Hilfe angeboten hätten. Der Kanton habe darauf reagiert, indem er den Interessierten eine Plattform zur Verfügung stelle, damit sie freiwillig und aus Überzeugung einen Einsatz leisten können. Guido Graf: «Weshalb soll man diesen Personen nicht die Möglichkeit bieten, sich zu melden und bei der Pandemie-Bekämpfung mitzuhelfen, wenn das der breiten Öffentlichkeit zu Gute kommt?»

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