Bischof Felix Gmür: «Viele Menschen sind momentan allein»

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Der Bischof (rechts) und Pfarrer Płatuński (links) bei der Eucharistiefeier. Bilder: bb
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Bischof Felix Gmür im Gespräch mit Leuten, die dem Gottesdienst fernbleiben mussten.

Am Christkönigssonntag war Bischof Felix Gmür im Rahmen des Jubiläumsjahres 750 Jahre Pfarrei Reiden Hauptzelebrant im Gottesdienst in Reiden. Die Verbundenheit mit allen, die auf Grund der pandemischen Einschränkungen am feierlichen Akt nicht teilnehmen konnten, war spürbar. 

Unter den Augen der fünfzig zugelassenen Besucher zogen Bischof Gmür und Pfarradministrator Jaroslaw Płatuński, begleitet von Ministranten und Lektoren, in die katholische Kirche ein. Die Organisten Bruno Kaufmann an der Hauptorgel und Walter Ziörjen an der Chororgel führten die Gemeinde mit Orgelklängen aus ihrem Alltag in die gemeinsame Feier hinein. 

Pfarradministrator Jarosław Płatuński begrüsste den Bischof im Namen der Pfarrei Reiden-Wikon. Einer Pfarrei die seit 750 Jahren, nicht nur für sich selbst, sondern für die Gesellschaft einen wichtigen immateriellen und materiellen Beitrag leiste. «Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir eine engagierte, soziale Kirche, die auf alle Menschen zugeht. Sich um die Nöte aller kümmert, ohne anbiedernd oder aufdringlich zu sein. Offen und berührbar für Freud und Leid in der Welt», sagte Płatuński. 

Die Welt war nie perfekt, das war schon immer so 

Im Glauben verwurzelt, was heisst das? Mit dieser Frage leitete Bischof Gmür seine Predigt ein. Spuren zog er aus der Lesung aus dem Buch Ezechiel, dem Evangelium von Matthäus sowie der Bedeutung Christkönig. Die Welt sei keine perfekte Welt, das war schon immer so. Zwischen den Menschen sei nicht alles im Lot. Gott sandte seinen Sohn Jesu in diese eben nicht perfekte Welt, damit wir gut leben können. 

Interessant sei dabei, dass uns Jesu keine bestimmten Gebete oder regelmässige Kirchenbesuche vorschreibe, sondern jeden Einzelnen anspreche, auf seine Mitmenschen zu achten. Besonders auf jene, denen es nicht so gut gehe. Gerade diese Pandemie zeige auf, wie verletzlich die Welt und wir Menschen seien. «Viele Menschen sind allein. Wenn wir für diese Menschen etwas tun, für sie beten, sie besuchen, ihnen ein Zeichen der Wertschätzung, der Nähe, der Freude geben, dann tun wir das gleichzeitig auch für Gott», ermunterte der Bischof die Zuhörerinnen und Zuhörer. 

Die Organisten bestachen mit hervorragend gespielten Introduktionen und Improvisationen. Die Orgelklänge schufen einen spirituellen Raum, eine Art Predigt mit Tasten und Pedalen. Beim Orgelauszug wurde die Gemeinde wieder in den Alltag hinausgeführt. Geplant war, dass der Stadtchor Zofingen aus der «Missa Sancti Hieronymi» von Johann Michael Haydn gesungen hätte. Er musste den Auftritt jedoch absagen. Die Pfarrei wünscht dem Stadtchor Zofingen und ihren Reider Organisten, ihre gelebte Freude an Musik und Gesang nie zu verlieren. 

Beatrix Bill

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