Orthopädie-Roboter «Rosa» assistiert in der Villa im Park neu bei Knieoperationen

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Langsam, aber bestimmt bewegt sich der weisse Arm von «Rosa» vor und zurück. Unter ihrem Arm liegt ein Patient, der in der Privatklinik Villa im Park in Rothrist gerade am Knie operiert wird. «Rosa» kann aber weder ein Skalpell halten und schneiden, noch kann sie dem Operateur das Werkzeug reichen. Dennoch hat «Rosa» eine wichtige Funktion während dieser Operation: Mit ihrem Arm und dem daran befestigten Werkzeug, erstellt sie 3D-Scans, die auf einem Bildschirm angezeigt werden. Der weisse Arm und der Bildschirm sind Teil des neuen Orthopädieroboters, der seit dem 17. November in der Rothrister Privatklinik zum Einsatz kommt. «Viel mehr ist es eigentlich ein Roboter-Assistenzsystem», präzisiert Tanja Rölli vom Swiss Medical Network, dem die «Villa im Park» angehört. 

Die Roboterassistentin, von ihrem amerikanischen Hersteller «Rosa» getauft, kann aber noch viel mehr als 3D-Scans eines Knies erstellen. So kann der Computer, der als Hirn des Ganzen agiert, die geplante Operation simulieren. Das ist zum Teil nötig, da zwar jedes Knie grundsätzlich gleich funktioniert, aber dennoch auch individuelle Eigenheiten hat. «Das Ziel ist es, dank diesem Teil der digitalen Versorgung präziser zu werden», erklärt Rölli. Wenn «Rosa» also ein Knie vermessen und die daraus gewonnenen Informationen in ihr Hirn eingespeist hat, zeigt sie an, wo der Operateur einen Schnitt setzen soll. 

Direkt nach der Operation merke der Patient zwar noch nichts. Ein neues Kniegelenk, das mit Hilfe von «Rosa» eingesetzt wurde, soll aber länger halten, erklärt Tanja Rölli. «Der Patient merkt erst nach 10, 20 Jahren, dass sehr viel präziser gearbeitet werden konnte.» 

Die beiden Operationen, welche am 17. November mit dem Roboter durchgeführt wurden, waren schweizweit die ersten ihrer Art. Denn die «Villa im Park» ist die erste Klinik der Schweiz, die das «Rosa»-Robotersystem in Betrieb hat. Entsprechend wurden die beiden Patienten vor der Operation gebrieft. «Die beiden Operationen waren einfach die ersten, die anstanden, die Patienten wurden nicht speziell dafür ausgesucht.» Grundsätzlich hätten die Patienten auch sagen können, dass sie ohne den Roboter operiert werden möchten. 

«Wir vergleichen den Einsatz des Robotersystems gerne mit dem Autopiloten eines Flugzeugs», sagt Tanja Rölli. Die Kontrolle liege immer beim Piloten, also dem Operateur, welcher durch das System nicht ersetzt wird. Das System sei einfach zur Unterstützung da. 

Auch wenn für die ersten Operationen mit dem System gleich die nächstanstehenden Patienten genommen werden konnten, sei das System nicht bei jedem Ersatz des Kniegelenks tauglich, erklärt Tanja Rölli. Ob mit dem System oder auf klassische Weise operiert werde, wird in den Vorbesprechungen mit dem Arzt abgeklärt. 

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