Happy Birthday, Ueli Maurer! Der Bundesrat wird 70 – und gehört damit zu einem erlauchten Club

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Organisiert von SVP Fraktionschef Thomas Aeschi, SVP-ZG, 2. von links, gratulieren Mitglieder aller Fraktionen waehrend der Debatte um das Covid19 Gesetz mit Geschenken und 70 Ballonen Bundesrat Ueli Maurer, Mitte, zu seinem 70. Geburtstag, an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 1. Dezember 2020 im Nationalrat Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
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Bundesrat Ueli Maurer bedankt sich fuer die Gratulationen der Mitglieder der Grossen Kammer zu seinem 70. Geburtstag, an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 1. Dezember 2020 im Nationalrat Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bundesrat Ueli Maurer kann am heutigen 1. Dezember seinen 70. Geburtstag feiern. Der Finanzminister ist damit mit Abstand der Älteste in der Landesregierung – und muss sich seit längerem die Frage anhören, wann er denn endlich zurücktreten werde.

Dabei zeigt ein Blick über den Atlantik: Mit 70 Jahren muss Maurer noch lange nicht ans Aufhören denken. 

Schliesslich hat der designierte US-Präsident Joe Biden stolze 78 Jahre auf seinem – nicht vorhandenen – Buckel. Und in sein Kabinett will er einige altbekannte Altersgenossen berufen, so den ehemaligen Aussenminister John Kerry, 76, und die Ex-Notenbankchefin Janet Yellen, 74.

Natürlich könnte man dies kritisieren: Sollen wirklich über 70-Jährige unsere Zukunft prägen? Wo bleibt da der in Wahlkämpfen gern propagierte frische Wind?

Doch vielleicht sollte sich die Schweiz an Biden orientieren, harzt es hierzulande doch seit Jahren mit der Reform der Altersvorsorge. Kreative Lösungen sind gefragt. Und da wir gern auf Eigenverantwortung setzen, wäre das vielleicht ein Ansatz: Die Bundesräte gehen als gutes Vorbild voran und arbeiten weit über das Rentenalter hinaus.

Im Parlament dürfte diese Rettung der Altersvorsorge à la Joe Biden indes chancenlos sein, wie so mancher Vorschlag in der Rentendiskussion. Schliesslich lautet ein Bonmot: «Mindestens 200 der 246 Parlamentarier denken, wenn sie am Morgen im Badezimmer in den Spiegel schauen: ‹So sieht ein Bundesrat aus.›» Da kommt es mehr als ungelegen, wenn Parteigenossen zu lange in der Landesregierung bleiben.

Das waren die ältesten Bundesräte

Erst als zehnter Bundesrat überhaupt überschreitet Ueli Maurer die 70-Jahre-Marke im Amt. Gegenwärtig ist er der amtsälteste und auch der mit Abstand älteste Bundesrat. Seit 2009 sitzt der SVP-Mann in der Landesregierung. Zwar liegt das Medianalter im Bundesrat höher als noch Anfang des 20. Jahrhunderts. Doch Bundesräte im Rentenalter sind seltener geworden, viele von ihnen verlassen das Gremium kurz vor dem ordentlichen AHV-Eintrittsalter. Am Ende dieser Legislatur wäre Maurer 73. Damit würde er definitiv in den Reigen der allerältesten Bundesräte seit der Gründung des Bundesstaats 1848 aufsteigen, wäre aber noch weit entfernt vom Rekordhalter Adolf Deucher. Der Thurgauer verstarb 1912 mit 81 Jahren nach kurzer Krankheit im Amt.

Trotzdem ist Maurer in jüngerer Zeit eine Ausnahmeerscheinung. Einen Titel hat er schon auf sicher: Er wird der älteste Demissionär seit der Einführung der Zauberformel 1959 sein. Bisheriger Titelhalter ist der Sozialdemokrat Pierre Graber, der 1978 im Alter von 69 Jahren zurücktrat. Mit einem Rücktrittsalter von je 68 folgen Hans-Rudolf Merz (FDP, im Amt von 2004–2010), Otto Stich (SP, 1984–1995) und Georges-André Chevallaz (FDP, 1974–1983).

In der Gründerzeit des Bundesstaats und in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts blieb eine Reihe von Magistraten bis ins höhere Alter im Bundesrat. Zu nennen sind Robert Comtesse, Gustave Ador und Josef Zemp: Sie schieden jeweils 74-jährig aus dem Amt. Ob Ueli Maurer auch noch sie überholen wird? In Interviews kokettiert der Finanzminister jedenfalls gerne damit, dass er sich nach dieser Legislatur ein paar weitere Jahre in der Landesregierung vorstellen könnte. (sva)

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