Nach NAB-Aus: So will die AKB die Gunst der Stunde nutzen

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Erhält viele Anfragen: Niederlassungsleiter André Moor. (Bild: Philipp Muntwiler)

In der letzten Augustwoche gab die Credit Suisse (CS) das Ende ihrer bisherigen Tochtergesellschaft, der traditionsreichen Neuen Aargauer Bank (NAB), bekannt – und damit das Aus für 18 der insgesamt 30 NAB- und CS-Filialen im Kanton. 

Auch im Bezirk Zofingen hat der Zusammenschluss konkrete Auswirkungen. Die NAB-Filiale in Rothrist ist seit dem 18. November geschlossen, die Zweigstellen der Credit Suisse und der NAB in Zofingen wurden Anfang Dezember 2020 zusammengeführt. 

Die Ausgangslage hat sich damit auch für den wichtigsten Mitbewerber, die Aargauische Kantonalbank (AKB), verändert, wie der Rothrister Niederlassungsleiter André Moor sagt. «Wir hatten hier mit der NAB einen starken Konkurrenten, haben aber gut miteinander gelebt.» Die Ankündigung, dass die Marke NAB verschwindet, sei für ihn sehr zweischneidig gewesen. «Ich habe sehr gute Freunde, die bei der NAB gearbeitet haben – für diese tut es mir natürlich leid», sagt Moor, der selbst 15 Jahre für die NAB gearbeitet hat, bevor er zur AKB wechselte. 

Für sein künftiges Geschäft sieht er vor allem Opportunitäten, wie es im Fachjargon heisst: «Sowohl die NAB als auch wir sind stark im Anlage- und Hypothekargeschäft engagiert. Wir hatten schon viele Anfragen von ehemaligen NAB-Kunden. Wir gehen davon aus, dass wir noch während Jahren von diesem Trend profitieren können, da noch viele Kundinnen und Kunden in Festhypotheken engagiert sind, welche erst in einigen Jahren fällig werden.» Ans Aufstocken von Stellen denkt er aber derzeit nicht: «Dank optimierten Prozessen glauben wir, dass wir mit dem heutigen Personalbestand – vier Köpfe in der Beratung und zwei Teilzeit-Mitarbeiterinnen in der Kundenzone – den Ansturm bis auf Weiteres bewältigen können.» Das Herunterfahren von Cash-Dienstleistungen oder die Schliessung von Filialen sei für die AKB kein Thema – im Gegenteil, die Beratungsdienstleistung in den Geschäftsstellen nehme zu. «Die Digitalisierung führt zu veränderten Kundenbedürfnissen. Dem tragen wir mit einer Ausbildungsoffensive unserer Mitarbeitenden Rechnung. Wir werden auch in Zukunft mit einem dichten Geschäftsstellennetz vor Ort bleiben — das ist unsere Philosophie.» 

Für die Kundinnen und Kunden eine gute Nachricht ist, dass beide Geldhäuser – die «Neue» Credit Suisse und die AKB – jetzt ihren Kunden beweisen wollen, dass sie die lokale Karte besonders gut spielen können. Die Region und die lokalen Kundenbedürfnisse zu kennen sei entscheidend, heisst es unisono. Diesbezüglich sei seine Mannschaft besonders gut aufgestellt, sagt André Moor. Er selbst ist in Vordemwald aufgewachsen und arbeitet seit jeher im Bezirk; die Kollegin und zwei Kollegen, die mit ihm in der Beratung arbeiten, wohnen alle in der Region Zofingen. «Leute vor Ort zu haben, die den Markt kennen, ist zentral. Diesen Trumpf wollen wir künftig noch intensiver spielen.» 

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