Martina Winiger wird Wikons erste Geschäftsführerin

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Martina Winiger ist seit einem Jahr als Gemeindeschreiberin von Wikon tätig. Bild: Marc Benedetti (September 2019)

Die Wikoner Stimmbevölkerung hat letzten Sonntag dem neuen Gemeindeführungsmodell mit 326 Ja- zu 60 Nein-Stimmen deutlich zugestimmt (wir berichteten). Somit übernimmt Martina Winiger ab 1. Januar 2021 die Geschäftsführung der Gemeinde Wikon. Die Verwaltung erhält insgesamt mehr Kompetenzen, der Gemeinderat wird gleichzeitig von operativen Geschäften entlastet.

«Ich habe einen gesunden Respekt vor der neuen Aufgabe. Und freue mich gleichzeitig darauf, zumal der Entscheid über das neue Modell an der Urne so deutlich ausgefallen ist», sagt Winiger auf Anfrage. Die 37-Jährige ist seit einem Jahr Gemeindeschreiberin von Wikon. Diese Funktion wird sie auch nächstes Jahr noch innehaben. «In einer eher kleineren Gemeinde wie Wikon ist es üblich, dass die beiden Ämter in Personalunion geführt werden.» Für Winiger und das Verwaltungsteam zieht das keine Pensen-Erhöhung mit sich. Der Gemeinderat dagegen reduziert seines ab 1. Januar von 120 auf 100 Prozent. Das sei bereits im Budget verankert, sagt die künftige Geschäftsführerin. Wo die zwanzig Prozent gestrichen würden, müsse aber noch genau definiert werden.  

Bisherige Abläufe waren «manchmal mühsam»

Bisher lagen viele Entscheidungskompetenzen der Verwaltung beim Gesamtgemeinderat. «Manchmal war das etwas mühsam, weil wir mit operativen Entscheiden bis zur nächsten Gemeinderatssitzung warten mussten. Das konnte Prozesse blockieren und war nicht immer so kundenfreundlich.» Martina Winiger bringt bereits Erfahrungen aus einer Gemeinde mit, die nach dem sogenannten CEO-Modell organisiert ist. Bevor sie vor einem Jahr in Wikon als Gemeindeschreiberin begonnen hatte, war sie knapp zehn Jahre Abteilungsleiterin Zentrale Dienste und stellvertretende Gemeindeschreiberin und Geschäftsführerin der Gemeinde Buttisholz. «Das erleichtert mir den Umstieg auf das neue Modell natürlich auf eine gewisse Art und Weise.» Winiger wird ab 1. Januar ein Team mit sieben Leuten leiten. 

Wikon hat das CEO-Modell in diesem Jahr bereits getestet. Finanzielle Beschlüsse und Entscheide segnete in der Testphase aber nach wie vor der Gemeinderat ab, da dafür die gesetzliche Grundlage fehlte. Kleinere finanzielle Beschlüsse können künftig die Geschäftsführerin und die Abteilungsleitenden tätigen. Die Grenze dieser Betragshöhe müsse der Gemeinderat erst noch definieren, sagt Winiger. «Und das ist nicht das Einzige. Wir müssen noch viele Dinge präzisieren, damit wir Anfang Januar parat sind.» Zudem müsse der Beschluss der Gemeindeabstimmung noch rechtskräftig werden. 

Auf das Geschäftsführer-Modell setzt seit einigen Jahren auch die Gemeinde Nebikon. Die Gemeinden Dagmersellen und Reiden führen das sogenannte Geschäftsleitungsmodell. Das heisst eine Gemeinderätin oder ein Gemeinderat steht ihrem Ressort direkt vor. Die SVP Reiden forderte im Februar den Wechsel zum Geschäftsführermodell. Sie erhofft sich damit eine «saubere Trennung» zwischen operativen und strategischen Aufgaben. 

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