Falls genug Schnee fällt: Profitieren Aargauer Skigebiete vom Coronajahr?

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Darauf warten kleine oder grosse Skifahrer: Schnee, damit Skifahren vor der Haustüre, wie hier in Bottenwil, auch in dieser Saison möglich ist. Bild: Raphael Nadler (29. Dezember 2014)
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Bei der Messstation Buchs-Aarau lag der höchste gemessene Saisonwert seit 1985 bei 47 Zentimetern (4. März 1986).

Pünktlich zum Winteranfang wurde die Region in Weiss gehüllt – der erste Schnee ist gefallen. Im Winter stehen bei vielen Aargauerinnen und Aargauern Skiferien oder Wochenendtrips in die alpinen Skigebiete an. Doch eigentlich müsste man dafür gar nicht so weit reisen, denn Skilifte findet man fast schon vor der Haustüre. Im Kanton Aargau gibt es Skilifte an sieben Orten. Das einzige Problem: Der Schnee fehlt oft. Die Hänge bleiben grün, die Pisten geschlossen. 

Die Saison 2019/20 hat auch auf dem Horben keinen Schnee gebracht. Der Betrieb musste eingestellt werden. «In der Anfangszeit hatten wir immer viel Schnee. Doch in den letzten fünf Jahren konnte der Lift im Durchschnitt nur an 14 Tagen jährlich in Betrieb genommen werden», erzählt Alois Waser. In Wegen­stetten sah die Situation ähnlich aus. Mangels Schnee fielen dort sogar die letzten drei Saisons ins Wasser. Auch Schlitteln und Langlaufen im Jurapark Aargau war in den letzten Jahren lediglich an wenigen Tagen möglich. 

Ein Blick in die Statistik von Meteo Schweiz zeigt: Letztmals mehr als zehn Zentimeter Schnee lag an der Messstation Buchs-Aarau 2017 (siehe Grafik). Am wenigsten Schnee gab es hier 2002, wo die maximale Schneehöhe am 11. Dezember gemessen wurde – mit einem Zentimeter Schneehöhe. Mit 47 Zentimetern Höhe brachte 1986 am meisten Schneefall.  

Fahren mehr Aargauer in der Region Ski? 

Die maximale Schneehöhe in Seengen und Mosen-Aesch, wo Meteo Schweiz ebenfalls Messstationen hat, ist in den letzten fünf Jahren vergleichbar. Hier wurden maximale Schneehöhen von 1 bis 29 Zentimeter gemessen. In Frick, das etwas tiefer liegt, waren das höchste der Gefühle 18 Zentimeter – am 15. Februar 2013. 

Aargauer Skiliftbetreiber sehen im Coronajahr die Chance, dass mehr Skifahrer auf heimischen Pisten fahren. Denn aufgrund des Infektionsgeschehens könnten Aargauer auf Ausflüge in die alpinen Regionen verzichten. Alois Waser ist zuversichtlich: «Wenn wir genug Schnee haben, könnte es eine sehr gute Saison werden.» Im Freiämter Skigebiet könne der Abstand auf der Piste wie auch vor dem Imbissstand eingehalten werden. 

Die Pandemiesituation könnte auch dem STV Wegenstetten mehr Skifahrer bescheren. Präsident Christoph Schreiber sagte kürzlich zur «Aargauer Zeitung»: «Inwiefern sich dies aber auf die Besucherfrequenz auswirkt, ist nicht abschätzbar.» Am Schluss entscheidet der Schnee über den Erfolg der diesjährigen Skisaison. Um den Aufwand zu reduzieren, verzichtet man in Wegenstetten auf den Aufbau der Sicherheitsnetze entlang der Piste und wartet zu, bis genügend Schnee für den Liftbetrieb gefallen ist. 

Die Hoffnung, dass regionale Angebote dieses Jahr häufiger genutzt werden, hat man auch beim Jurapark Aargau. Schneesicherheit könne der Park nicht bieten, dafür winterliche Erlebnisse direkt vor der Haustüre, sagt Lea Reusser, Projektleiterin Naturnaher Tourismus. 

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