Petition überreicht: Bus soll häufiger in alle Ortsteile Dagmersellens fahren

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Kurt Burtolf (links) übergibt dem Dagmerseller Gemeindepräsidenten Markus Riedweg vor dem Gemeindehaus die Petition. Links weitere Bürger, rechts Gemeinderatsmitglieder. Bilder: Marc Benedetti
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Petition mit Herzchen: Die verzierte Schachtel, in welcher die Unterschriftenbögen überreicht wurden.

In Dagmersellen haben gestern Mittag zwei Bürger und drei Bürgerinnen dem Gemeinderat eine Petition mit 340 Unterschriften überreicht. Sie fordern bessere Verbindungen im öffentlichen Verkehr von den Dorfteilen Uffikon und Buchs in die Zentrumsgemeinde Dagmersellen.

«Leider konnten wir nicht mit dem öffentlichen Verkehr anreisen, sonst hätten wir für diesen Termin um 14 Uhr bereits um 12.45 Uhr den Bus in Uffikon nehmen müssen», sagte der Petitionär Kurt Burtolf bei der Übergabe, «und zurück könnten wir erst um 15.48 Uhr.»

Der 75-jährige Uffiker kämpft seit einigen Jahren für bessere Verbindungen in der Region, lief mit seinen Forderungen bisher jedoch auf. Nun wollte er dem Anliegen mit der Bürgerinitiative Schub verleihen. Für eine Reise an den Bahnhof in Dagmersellen mit dem öffentlichen Verkehr muss eine Person aus Uffikon normalerweise 47 Minuten einrechnen. Mit dem Auto dauert die Fahrt vier Minuten.

Ab 13. Dezember wochentags mehr Busverbindungen

Der Fahrplanwechsel an diesem Sonntag bringt eine leichte Verbesserung mit sich. Auf der Linie 82 von Sursee via Knutwil nach Dagmersellen verkehren wochentags zwei zusätzliche Kurspaare am frühen Nachmittag. Der erste Kurs frühmorgens und der letzte Kurs spätabends fährt neu ab/bis zum Bahnhof Dagmersellen (wir berichteten). Die Busfahrt dauert damit noch fünf Minuten. Den 340 Bürgerinnen und Bürgern, welche die Petition unterschrieben haben, reicht das aber noch nicht. Die Linie 82 soll regelmässiger bis zum Bahnhof Dagmersellen fahren und auf die Regionalzüge abgestimmt werden. «Es ist wichtig, dass wir eine Verbindung zu Dagmersellen haben. Und zwar nicht nur alle vier Stunden», sagt Burtolf. Der Petitionär wünscht sich zudem mehr Haltestellen in Dagmersellen, um den öV attraktiv zu machen, wie er an der Übergabe kundtat.

Mit der Forderung zur Verlängerung der Linie 82 könnte der Petitionär beim Verkehrsverbund Luzern (VVL) offene Türen einrennen. VVL-Mediensprecher Romeo Degiacomi sagte kürzlich gegenüber dieser Zeitung: «Die Verlängerung der Linie 82 bis Bahnhof Dagmersellen ist ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung der Linie 82 und hat für uns hohe Priorität für die Anpassungen in einem Jahr.» Derzeit laufe die Detailplanung. Der VVL wird im Januar 2021 die Gemeinden über den Lösungsvorschlag informieren und möchte, bei Zustimmung der Gemeinden, die Linie 82 per Dezember 2021 bis Dagmersellen Bahnhof verlängern. «Vor dem Hintergrund der aktuellen Coronasituation und der damit einhergehenden geringeren Einnahmen ist es schwierig, bereits jetzt von neuen Angeboten zu reden. Aber für die Verlängerung bis Dagmersellen Bahnhof sollten wir eine Lösung finden», sagte Degiacomi weiter.

Petitionär Kurt Burtolf war selbst überrascht ob den vielen Unterschriften, die er mit Hilfe von sieben weiteren Personen innerhalb eines Monats zusammengetragen hat. Unterschrieben hätten in erster Linie Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils Uffikon. Es seien aber auch Unterschriften von Personen aus Buchs und Dagmersellen dabei, sagt Burtolf. «Gerechnet habe ich eigentlich lediglich mit vierzig bis fünfzig Unterschriften – jetzt ist es das Siebenfache.» Die grosse Bereitschaft erklärt er sich damit, dass in Uffikon viele alltägliche Angebote wie Arzt, Einkaufsladen oder Bankomat fehlten. «Um solche Dinge zu erledigen, müssen wir in die Zentrumsgemeinde Dagmersellen gehen.»

Gemeinderat in corpore nahm Bittschrift entgegen

Der gesamte Dagmerseller Gemeinderat nahm die Petition gestern entgegen; er traf sich gestern zur Sitzung. Gemeindepräsident Markus Riedweg (CVP) dankte den Bürgern für die Anregung. Rechtlich habe der Rat nun sechs Monate Zeit für eine Antwort. Die Petitionäre nähmen ein wichtiges Anliegen auf: «Die öV-Verbindungen nach Uffikon und Buchs sind schon länger ein Thema – im alten und im neuen Gemeinderat», sagte Riedweg. Diese seien ein Schwerpunkt im neuen Legislaturprogramm. Im Frühling 2021 werde man an der Gemeindeversammlung mehr dazu sagen. Gemeinderätin Astrid Meier (CVP), welche für Bau und Infrastruktur zuständig ist, hatte überdies gute Neuigkeiten zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember. Sie habe am Morgen ein Gespräch mit einem Vertreter des Verkehrsverbunds Luzern (VVL) gehabt. Dieser habe ihr mitgeteilt, dass die Fahrt des ersten Kurses morgens und des letzten abends zum Bahnhof ein Test sei. Verläuft dieser erfolgreich, ist ein weiterer Ausbau geplant. «Alle Kurse würden dann an den Bahnhof fahren», sagte Meier.

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