Murgenthal und Vordemwald von A bis Z – von A wie Aare brücke bis Z wie Zaubershow

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Die Aarebrücke verbindet Murgenthal mit dem Kanton Solothurn (Archivbild ZT)

A wie Aarebrücke

Sie verbindet Murgenthal mit der Gemeinde Fulenbach und damit auch die Kantone Aargau und Solothurn: die Aarebrücke. 1863 wurde die Holzbrücke erstellt. Sie gilt als eine der ältesten noch erhaltenen Fachwerkbrücken mit sogenannten Howeträgern in der Schweiz. Ein Ersatz respektive ein Neubau der Brücke sorgt in den Anrainergemeinden seit Jahren für Diskussionsstoff. Im September 2016 konnten sich die Gemeinden auf einen neuen Brückenstandort einigen. Dieser liegt im Gebiet Bännli (Wolfwil) und der Brückenzugang auf Murgenthaler Seite wäre dabei im Gebiet Fahracker/Migros. Die Realisation dieses Projekts ist frühestens 2030 zu erwarten.

B wie Ballon

Ballonfahren scheint in Murgenthal wie auch in Vordemwald beliebt zu sein. Zumindest sind in beiden Gemeinden Ballonpilote beheimatet, die auf eine jahrelange Erfahrung zurückblicken können und regelmässig im Luftraum über der Region Zofingen unterwegs sind. In Vordemwald ist es der Berufspilot Andy Hunziker, der seit 38 Jahren mit Passagieren in die Lüfte steigt. In Murgenthal ist es Stefan Wälchli, der seit 1994 über die Pilotenlizenz verfügt und unter anderem bekannt ist für seine Flüge mit seinem «Handy-Abwaschmittel-Ballon».

C wie Cevi-Huus

Das Cevi-Huus Murgenthal wurde – nach dreijähriger Vorbereitungs- und Bauzeit und tausenden Stunden Fronarbeit – 1993 eingeweiht. Das Haus in unmittelbarer Nähe der Kirche Glashütten dient der Jungschar Murgenthal sowie dem Cevi-Verkehrsdienst als Treff- und Stützpunkt. Daneben wird das Cevi-Huus, das unter anderem über diverse Schlafräume, eine Küche, einen grossen Essraum sowie über ein Spielzimmer verfügt, auch regelmässig für Lager oder private Veranstaltungen vermietet. Verwaltet wird das Haus durch den Trägerverein Cevi-Huus.

D wie Denkmal

Am 10. Juli 1932 fand in Murgenthal eine grosse Gedenkfeier für Oberst Arnold Künzli statt. Dabei wurde auch ein Denkmal für den wohl bekanntesten Murgenthaler enthüllt. Die Büste des 1908 verstorbenen Nationalrats, Grossindustriellen und Oberst im Generalstab steht zwischen dem Schulhaus Friedau und dem Holzpavillon.

E wie Erlebnispfad

Seit 2014 lädt der Erlebnispfad in Vordemwald zum Verweilen ein. Auf dem rund drei Kilometer langen Wanderweg können die Besucher zum Beispiel in einer Hängematte die Seele baumeln lassen oder den Kneippweg ausprobieren. An verschiedenen Stationen kann man zudem mehr über die Geschichte des Dorfs erfahren. Der Weg beginnt beim Gemeindehaus Vordemwald und endet beim Pflegeheim Sennhof.

F wie Friedau

Seit über hundert Jahren besuchen Murgenthaler Schüler in der «Friedau» den Unterricht. Das Schulhaus an der Hauptstrasse, vis-à-vis des Gemeindehauses, wurde 2014 umfassend renoviert. Knapp zwei Millionen Franken investierte die Gemeinde in das Projekt. Dieses Jahr wurde zudem der Pausenplatz neu gestaltet. Aktuell werden Schüler der 4. bis 6. Klasse im geschichtsträchtigen Gebäude unterrichtet.

G wie Gemeinschaftsförderungspreis

Mit dem Gemeinschaftsförderungspreis werden Einwohner der Gemeinde Vordemwald ausgezeichnet, die sich für das Gemeinwohl der Gemeinde stark engagieren oder engagiert haben. Die Bevölkerung kann beim Gemeinderat Vorschläge für potenzielle Preisträger einreichen. Dieser wählt dann einen Kandidaten aus den eingegangenen Vorschlägen aus. Der Preis, der seit 2004 verliehen wird, wird jeweils an der offiziellen Bundesfeier der Gemeinde übergeben. Zuletzt wurde der Gemeinschaftsförderungspreis 2018 an die gesamte Vordemwalder Bevölkerung verliehen.

H wie Herbstfest

Er ist einer von zahlreichen Vereinsanlässen in Murgenthal und eine feste Grösse im Jahresprogramm: das Herbstfest. Organisiert wird das Fest vom gemeinnützigen Frauenverein Murgenthal in Zusammenarbeit mit den Landfrauen Murgenthal. Der Anlass findet jeweils Ende Oktober bei der Mehrzweckhalle statt und ist unter anderem bekannt für die hausgemachte Kürbissuppe und die frisch zubereiteten Apfelchüechli. Auch in Vordemwald gibt es einen Herbstanlass, der Tradition hat. Jeweils Ende Oktober findet der «Chelemärt», organisiert von der Kirchenkommission und dem Pfarramt Vordemwald, statt.

I wie Iselishof

Im Herbst 2019 schloss der Landgasthof Iselishof in Vordemwald für immer seine Türen. Mit der Schliessung ging eine Ära zu Ende: 30 Jahre lang wirteten Ernst und Vreni Waltenspül im weit über die Gemeindegrenze bekannten Gasthof mit der gemütlichen Sonnenterrasse. Das Restaurant wird für immer geschlossen bleiben. Die Eigentümer haben sich zum Verkauf der Liegenschaft entschieden. Diese soll später einem anderen Zweck dienen.

J wie Jubiläum

Es hätte das grosse Jubiläumsjahr werden sollen für den STV Vordemwald. Er feiert 2020 sein 125-jähriges Bestehen. Doch Corona machte dem Turnverein einen Strich durchs Jubiläums-Jahresprogramm. Das geplante Turnfest, das der STV Vordemwald in Zofingen durchführen wollte, musste zuerst ins 2021 verschoben und schliesslich gänzlich abgesagt werden. Auch der traditionelle Turnerabend, der jeweils viel Publikum anzieht, musste gestrichen werden. Der Turnverein – er glänzt immer wieder regional, kantonal und national mit seinen sportlichen Leistungen – bleibt aber auch in Krisenzeiten kreativ und aktiv. Der Vorstand hat zum Jubiläum eine Festschrift verfasst. Und die Vereinsverantwortlichen sind daran, einen Film über den STV Vordemwald zu realisieren.

K wie Kanu

Seit 75 Jahren besteht der Kanu Club Murgenthal. Für die Kanuten ist Murgenthal ein idealer Standort. Liegt doch die Gemeinde an einer der wenigen naturnahen Fliessstrecken der Aare. Das klubeigene Bootshaus liegt denn auch in unmittelbarer Nähe zur Aare. In seiner 75-jährigen Geschichte kann der Verein auf einige sportliche Erfolge zurückblicken. 1948 etwa konnten zwei Vereinsmitglieder an den Olympischen Spielen teilnehmen. Mehrmals gelang es zudem, eine Schweizer Meisterin oder einen Schweizer Meister zu stellen. Seit 1991 organisiert der Kanu Club Murgenthal jährlich das internationale Kanupolo-Turnier «Murg Cup».

L wie Lindenplatz

Reges Treiben herrschte im Frühling vor der Kirche in Vordemwald. Unter der Leitung von Gemeinderat Markus Schneitter und dem Landschaftsarchitekten Christian Fluri halfen Freiwillige aus dem Dorf bei der Realisierung des Projekts «Neugestaltung Alter Friedhof». Zwischen 1895 und 1967 erhielten die Verstorbenen von Vordemwald auf der Parzelle zwischen der Kirche und dem Schulhaus ihre letzte Ruhestätte. 1995 wurden schliesslich die letzten Gräber komplett geräumt und das Grundstück wurde bis anhin von einem Landwirt als Futterwiese bewirtschaftet. Nun entstand auf dem Areal ein sinnlicher Ort der Begegnung, der den Namen «Lindenplatz» trägt. Offiziell eingeweiht werden soll der neugestaltete Platz im Mai 2021.

M wie Metzgerei

Sie ist weit über die Gemeindegrenze bekannt: die Metzgerei Kreienbühl in Vordemwald. Der 1966 gegründete Familienbetrieb, der mittlerweile in zweiter Generation geführt wird, ist fest im Dorf verankert. Seit gut sieben Jahren beliefert die Metzgerei Kreienbühl auch den Detaillisten Coop. Die Produkte aus Vordemwald werden dort unter dem «Mini Region»-Label verkauft.

N wie Note

Ein Stück Murgenthal wird in der ganzen Schweiz herumgetragen. Auf der im Oktober 2017 in Umlauf gebrachten, neuen 10-Franken-Note ist nämlich auch die Gemeinde Murgenthal verewigt. In einem Sicherheitsstreifen unterhalb der abgebildeten Erdkugel befindet sich die mikroskopisch kleine Aufschrift «Murgenthal 4,7 km». Zu dieser Ehre kam das Dorf aufgrund des Bahntunnels zwischen Rothrist und Mattstetten. Auf der Note sind die 25 längsten Eisenbahntunnel der Schweiz aufgeführt. Sie sind in absteigender Reihenfolge unter Angabe der genauen Länge aufgeführt. An 21. Stelle steht der 4,7 Kilometer lange Murgenthaler Bahntunnel.

O wie Outletpark

Es ist markant, das rot gestrichene Gebäude an der Hauptstrasse in Murgen- thal: der Outletpark. 1996 öffnete das erste Outletzentrum der Schweiz in den Hallen der ehemaligen Hanro-Fabrik in Murgenthal seine Türen. Heute teilen sich sieben Einzelhändler die 10 000 m2 grossen Fabrikhallen. Verkauft werden etwa Mode- und Trendsportartikel, Reiseartikel, Haushaltswaren und Markenartikel mit grossen Rabatten.

P wie Papierschnitt

Der Murgenthaler Künstler Bruno Weber ist einer der bekanntesten Papierschnittkünstler der Schweiz. Seine Werke stellte er nicht nur in diversen Museen und an Events in der Schweiz aus. Auch in Übersee sind seine Werke beliebt. So reiste er schon mehrmals mit seinen Arbeiten nach China, wo er auch Workshops anbot. Bruno Webers Atelier befindet sich in Vordemwald. Der Künstler lebt aber in Glashütten.

Q wie Querulant

Ende 2017 bis Anfang 2018 hielt ein Querulant mit seinen Vandalenakten die Gemeinde Vordemwald in Atem. Mehrmals zerstach er unter anderem die Autopneus des Mannschaftsbusses und des Transportanhängers des Rollhockey-Clubs Vordemwald. Zudem besprayte er öffentliche Gebäude mit rechtsextremen Symbolen. Der Täter konnte gefasst werden und wurde im Dezember 2019 vom Bezirksgericht Zofingen verurteilt.

R wie Restaurant

Restaurants sind sowohl in der Gemeinde Vordemwald wie auch in Murgenthal Mangelware. Von der einst blühenden Gastronomie in den beiden Dörfern ist wenig geblieben. In Vordemwald konnte im Winter 2019 das Restaurant Untere Säge, das sich im Besitz der Ortsbürger befindet, wieder eröffnet werden. Somit haben die Vordemwalder immerhin noch eine Einkehrmöglichkeit in ihrer Gemeinde. In Murgenthal schloss im Dezember 2019 das beliebte Restaurant Friedau. Und Ende Januar 2021 wird mit dem Gasthof Löwen in Glashütten ein weiteres bekanntes Lokal für immer schliessen. Mit der Pizzeria Holzbrücke, dem Café in der Bäckerei Felber und dem Restaurant Murgli bleiben den Murgenthalern wenigstens noch einige Einkehrmöglichkeiten im Dorf.

S wie Sennhof

Er ist von Weitem schon zu erkennen und prägt das Ortsbild von Vordemwald: der Sennhof. Von Ortsunkundigen wird er gerne mit einem herrschaftlichen Schloss verwechselt. Der Sennhof ist jedoch ein Alters- und Pflegeheim für Langzeit- und Chronisch-Kranke. Bei der Eröffnung 1898 wurde der Sennhof als Heim für verwahrloste und verwaiste Knaben betrieben. Anfang der Dreissigerjahre wurde es in ein Pflegeheim umgewandelt. Im August 2018 konnte der Anbau «Diamant» in Betrieb genommen und damit die Zahl der Betten auf 125 erhöht werden.

T wie Treffpunkt

Der Spielplatz Lisch hinter dem Schulhaus Vordemwald ist ein beliebter Treffpunkt für Familien aus der Region. In den späten 80er-Jahren wurde der Spielplatz als erweiterter Pausenplatz gebaut und seither immer wieder saniert und erneuert. Die Mitarbeiter des Werkhofs kümmern sich um den Unterhalt des Spielplatzes, die Vordemwalder Schüler sind für das Sauberhalten des Spielplatzes zuständig.

U wie Umwelt

2010 rief der Gemeinderat Vordemwald die Kommission «Landschaft – Natur – Umwelt», kurz LaNU-Kommission, ins Leben. Die Kommission hat die Aufgabe, die kommunale Behörde in Fragen rund um Landschaft, Natur und Umwelt zu beraten. Der Gemeinderat seinerseits erteilt der Kommission auch konkrete Aufträge in Verbindung mit den drei Gebieten. So hat die Kommission unter anderem bereits mehrere Merkblätter zu Umwelt- und Naturfragen veröffentlicht. An regelmässig stattfindenden LaNU-Stammtischen hat die Bevölkerung Gelegenheit, sich mit den Kommissionsmitgliedern über Umwelt- und Naturthemen auszutauschen.

V wie Verkauf

Im Sommer 2019 stimmten die Mitglieder der reformierten Kirchgemeinde Murgenthal dem Verkauf des Kirchgemeindehauses Riken an die Einwohnergemeinde zu. Der Verkauf wurde angestrebt, weil die Kirchgemeinde die jährlichen Unterhaltskosten des 1972 eröffneten Gebäudes sowie die anstehenden Renovationskosten nicht tragen konnte. Letztlich ging das Kirchgemeindehaus für einen symbolischen Betrag von einem Franken an die Gemeinde über. Neu wird das mehrstöckige Gebäude nun als Gemeindesaal bezeichnet und von der Besitzerin auch für Anlässe vermietet.

W wie Weid-Neustadt

Das Gebiet Weid-Neustadt im Murgenthaler Weiler Riken ist die letzte grosse Baulandreserve der Gemeinde. Im November 2018 bewilligte der Souverän einen Kredit von 7 Millionen für dessen Erschliessung, im Januar dieses Jahres erfolgte schliesslich der Spatenstich für das Projekt. Den Namen «Neustadt» trägt das Gebiet durchaus zurecht, ist doch auf dem zu erschliessenden Bauland Platz für rund sechzig Einfamilienhäuser.

X-mal

Sie sammelte in ihrer Karriere unzählige Titel und Siege: die Velotrialistin Karin Moor aus Vordemwald. X-mal durfte sie zuoberst aufs Treppchen steigen. Neun Mal gewann sie den Weltmeistertitel. Vier Mal wurde sie zur Sportlerin des Jahres in der Region Zofingen gewählt. 2011 war ein besonders erfolgreiches Jahr für die Sportlerin. Sie wurde Welt- sowie Europameisterin im Velo-Trial und gewann den Gesamtweltcup. Im Herbst des gleichen Jahres gab Moor ihren Rücktritt vom Spitzensport. Für ihre eindrucksvolle Karriere wurde die Vordemwalderin mit dem Swiss Cycling Award belohnt.

Y wie Yoga

Diverse Yogakurse bietet die diplomierte Yogalehrerin und Erwachsenenbildnerin Daniela von Wartburg in Vordemwald an. Die Kurse in ihrer Praxis «Zeit für Yoga» richten sich an alle Interessierten, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion oder Vorkenntnissen im Yoga.

Z wie Zaubershow

Ricky Sieber ist der erste iPad-Zauberer der Schweiz und verblüfft mit seiner digitalen und analogen Zauberkunst. Sieber bietet verschiedene Zaubershows an und war auch bereits mehrmals im Schweizer Fernsehen zu sehen. Letztes Jahr konnte er sein 20-jähriges Bühnenjubliäum feiern. Ricky Sieber lebt in Murgenthal.

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